Saturday, 24. July 2010

Rind (frisch durchgedreht), Salz, Pfeffer, Piment d'Espelette, Sesambrötchen, Senfsaat, Senf, Ketchup, Eisbergsalat, Tomate (deutsche, schmeckt nach Sommer!), Gurke, Gorgonzola. Garant für volle Mägen und duftige Bude.
Saturday, 1. May 2010
Ich bin ein Schussel vor dem Herrn. Wirklich. Dabei ist meine Hand-Auge-Koordination eigentlich ganz in Ordnung. Hey, ich kann jonglieren! Nur manchmal oft sehe ich das Hindernis und bleibe mit den Händen trotzdem dran hängen und verschütte, kippe um, verbrenne mich, etc.
Eigentlich war also für das Wochenende eine strenge Kuchenabstinenz geplant. Und dann habe ich im Großhandel eine Packung Eier schwungvoll kopfüber in meinen Einkaufswagen geleert. Bilanz: vier verletzte, keine Toten, sechs Eier konnten unversehrt entkommen. Nachdem ich die vier Eier dann zwar mit Sprüngen, aber noch ungeöffnet nach Hause geschafft hatte, war klar: Die müssen heute noch weg. Zum Glück habe ich auch einen 5 Kilo Sack Möhren gekauft. Juhu, es gibt Karottenkuchen!
Zorra hat passenderweise gerade das Brunch zum Jubiläumsblogevent ausgerufen, da findet dieser relativ leichte Kuchen (mit Gemüse! gesund! Vitamine!) sicher auch sein Plätzchen. Wir essen ihn gerne zum Frühstück oder einem faulen Sonntagnachmittagsmittagessen /-kaffee. Das bisher leckerste Karottenkuchenrezept, das ich gefunden habe, ist dieses von The Pioneer Woman. Ich hatte schon einige andere Rezepte probiert, aber dieses besticht durch fluffige Saftigkeit, hat keine übermäßige Süße und ist wirklich schnell zusammengerührt. Der Zimt ist dabei nicht aufdringlich, sondern harmoniert wunderbar mit den Karotten. Auf keinen Fall weglassen!
Falls es etwas edler sein soll, kann man den Kuchen noch mit einem Frischkäse-Frosting überziehen, er wird dadurch allerdings deutlich süßer, für uns muss das nicht unbedingt sein. Unter der Kuchenglocke oder in Frischhaltefolie gewickelt hält sich der (ungefrostete) Carrot Cake einige Tage im Kühlschrank, da er nur mit Öl und ohne Butter zubereitet wird, bleibt er auch gekühlt weich und saftig. Bei Gelegenheit werde ich unser Karottenkuchen-Familienrezept vorstellen, das ist jedoch etwas ausgefallener und muss für mich unbedingt mit Guss und Marzipanmöhrchen als Deko sein, wie in den guten alten Zeiten. ;) Dieser amerikanische Karottenkuchen dagegen ist ein solider und leckerer Alltagskuchen.
Beim Durchstöbern der alten Blogevent-Themen ist mir gerade aufgefallen, dass ich bereits 2006 unter Pseudonym teilgenommen hatte, damals noch ohne eigene Domain und mit der ganzen Blog-Geschichte nicht so vertraut. Meine erste richtige Teilnahme war dann am Apple Day, die Ähnlichkeit zum diesmal bereits präsentierten Fenchel-Gurke-Mango-Salat mit dem Fenchensalat mit Apfel ist rein zufällig und nicht beabsichtigt. Das erste "richtige" monatliche Blogevent wäre die Bistro-Küche mit endives au jambon gewesen, wenn ich nicht den Abgabetermin um einen Tag verpasst hätte. So wars dann erst das 3-Jahres-Jubiläum mit dem Thema "cake". Die Erkenntnis: Ich muss mal wieder Chiffon Cake backen. Und bei Zorra, für die Organisation, Ausrichtung und Delegierung dieser schönen Blogeventreihe, sowie all den Gast-Ausrichtern, die leider oftmals nicht als solche wahrgenommen werden, herzlich "Dankeschön!" sagen. Dankeschön!
"Amerikanischer Karottenkuchen (Sigrid's Carrot Cake)" vollständig lesen
Wednesday, 21. April 2010
Einfachstes, kinderfreundliches, sauiges Fastfood. Aus vollstem Herzen ungesund und in ähnlichen Varianten in vielen amerikanischen Haushalten und Fastfoodetablissements aufzufinden. Und ein Grundpfeiler amerikanischer simpler Küche: Sloppy Joes.
Man nehme pro Person ca. 100-150 Gramm Rinderhack (sollte für zwei große Sloppy Joes reichen), 1 Karotte, etwas Wasser, 1 EL Tomatenmark, 3-4 EL Ketchup, Brötchen oder Baguette nach Geschmack und Hunger und nach Belieben "amerikanischen", also Scheiblettenkäse. Vernünftiger Käse ist ausdrücklich untersagt.
Hack krümelig braten, kräftig mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und was sonst noch so rumliegt (Paprika, TexMex-Würzmischung), würzen, Karotten dazu raffeln, Tomatenmark einrühren, soviel Wasser angießen, dass die Karotten in 15 Minuten mit Deckel auf der Pfanne gar sind und noch minimal Flüssigkeit übrig ist. Ketchup einrühren und kurz warm werden lassen, abschmecken. Einen Teil der Masse vorsichtig auf eine Brötchen- / Baguettehälfte schmieren, Käse und Deckel drauf, Serviette mitnehmen und ordentlich sauen beim Essen. Fertig.
Eigentlich sind Sloppy Joes ja auch nur dekonstruierte Hamburger und eigentlich kann man aus dem Grundprinzip "Sloppy Joe" etwas sehr feines machen, mit Salat, z.B. Rucola, Blauschimmelkäse, ohne Ketchup, dafür mit Tomatenchutney. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Manchmal muss es aber Trash sein.
Thursday, 18. March 2010
Angeregt durch Paules Zitronen-Mohn-Variationen gab es hier am Wochenende auch diese für mich bisher vollkommen unbekannte Geschmackskombination. Es war Liebe auf den ersten Biss!
Zuerst wollte ich den Zitronenkuchen nach Jamie Oliver backen, Mandeln hatte ich jedoch nicht im Haus, also wurde es ein freestyle-Rührkuchen nach Poundcake-Art, jedoch mit weniger Zucker, da der Kuchen nach dem Backen noch mit (sehr köstlichem) Zitronensirup getränkt wird. Dieser gibt übrigens, wenn man die Zitronenmenge noch etwas erhöht, einen wunderbaren Limonadengrundstoff.
Als Form hat eine 2 Liter Gugelhupfform (in den USA bekannt als Bundt pan) hergehalten. Das praktische an der Form ist, dass die Teigmenge recht variabel ist. Bei angepasster Backzeit kann man also problemlos mindestens das doppelte Rezept für diese Form herstellen, damit ist dann das Kaffeekränzchen versorgt. Für einen zwei-Personen-Haushalt, der 2-3 Tage ein paar Stücke Kuchen möchte, sollte das Rezept wunderbar ausreichen. Für das hier angegebene Rezept müsste, wenn man keine Gugelhupfform hat, auch eine 20-22 cm Springform passen. Gut verpackt wird der Kuchen dank des Sirups auch nach ein paar Tagen nicht trocken. Wer ganz sicher gehen möchte, macht noch einen zitronigen Zuckerguss auf den Kuchen. Für Zuckerschocks übernehme ich keine Haftung.
Eine erschöpfende Auswahl an englischsprachigen Bundt-Cake-Rezepten gibt es übrigens bei The Food Librarian, anlässlich des "National Bundt Cake Day" von letztem Jahr. Und den Pi-Day haben wir wieder knapp verpasst. ;)
"Zitronen-Mohn-Kuchen (Lemon Poppy Seed Bundt Cake)" vollständig lesen
Wednesday, 17. February 2010
 Mit Erdnüssen kriegt man mich. Mit Karamell auch. Was liegt näher als Peanut Brittle?
In amerikanischen Rezepten liest man oft Maissirup (corn syrup) als Zutat, ist aber meiner Meinung nach vollkommen unnötig. Karamell geht auch prima ohne und die ganze Aktion ist so einfach, dass es nicht mal ein wirkliches Rezept oder ein Zuckerthermometer braucht:
Ein Backblech mit einer Lage Backpapier auslegen.
1 Tasse raffinierten Zucker in einem großen Topf langsam karamellisieren lassen, dabei mit einem Holzlöffel umrühren, falls der Zucker ungleichmäßig schmilzt. Bis zur gewünschten Bräunung blubbern lassen, dann 1 Tasse gesalzene Erdnüsse, 1 Prise Zimt und einen Stich Butter einrühren und alles gut verrühren.
1 Teelöffel Natron dazu geben und schnell unterrühren - vorsicht, blubbert hoch - und dann die Masse schnell möglichst dünn auf das Backblech streichen. Auskühlen lassen, in Stücke brechen und sich beim Essen nicht die Füllungen ruinieren. :)
Falls Peanut Brittle pur zu langweilig wird, kann man es klein hacken und als Topping über Joghurt oder Eiscreme geben oder bei der Herstellung etwas mit Gewürzen experimentieren. Als Pralinenfüllung macht es sich bestimmt auch gut. Es gibt immer eine Ausrede, um etwas unanständiges mit einer Menge Zucker anzustellen. Frohe Fastenzeit! ;)
Friday, 5. February 2010
Mein erster Süßkartoffelpie war eine kleine Offenbarung. Ich hatte ihn in irgendeinem New Yorker Steakhaus, in dem ich das zweitbeste Steak meines Lebens hatte, die besten Zwiebelringe und über meine Vegetarierfreundin mit ihren Portobello Pilzen nur grinsen konnte. Saftiges, knusprig-blutiges Rindersteak... Ja, jedenfalls passt dieser Süßkartoffelpie wunderbar dazu. ;)
Ich habe Kürpispie oder Süßkartoffelpie bisher meist ohne Mürbteigboden, einfach nur in einer Gratin- oder Pieform serviert bekommen. So passt er auch hervorragend zu deftig-winterlichen Braten, Steaks, Geflügel. Selbstverständlich kann man ihn auch mit einem Klecks Schlagsahne als Dessert oder zum Kaffee servieren, jeder wie er mag. Ausprobieren sollte man ihn aber auf jeden Fall, gerade wenn Süßkartoffeln bislang Berührungsängste ausgelöst haben.
Bei diesem Rezept ist die Menge an Süßkartoffelpüree problemlos mit Kürbispüree auszutauschen. Wer lieber eine Pie Crust dazu machen möchte, dem sei hiervon das halbe Rezept angeraten, ein Süßkartoffel- oder Kürbispie mag keinen Deckel. ;) (Der Teig hält sich auch gekühlt ein paar Tage)
Für mich ist das Garen der Süßkartoffeln im Ofen schon die halbe Miete zum winterlichen Glücksgefühl. Der süße, karamellige Duft, der durch die Wohnung zieht...
"Amerikanischer Süßkartoffelpie (Sweet Potato Pie)" vollständig lesen
Sunday, 3. January 2010
Winter ist immer wieder die Zeit der seligen Cholesterintode. Hauptsache Käse. Ein paar Vitamine verstecken sich ja auch unter der goldbraunen Schicht Glücksgefühl. Deswegen wird das hier die schnickschnackfreie Variante meines Beitrags zum Soulfood-Blogevent im Kochtopf.
Als Gemüsezusatz für den Nachoteller habe ich am liebsten Tomaten, Paprika, Zwiebeln und Chilis. Bohnen und Maiskörner sind jedoch auch lecker und passend. Bratenreste in Würfelchen oder krümelig gebratenes Hackfleisch werten das Ganze auch für notorische Fleischesser auf.
Zum Dippen mag ich zu Nachos gerne einen gewürzten Sauerrahm mit Kräutern, die typische TexMex Salsa aus dem Supermarkt passt jedoch auch wunderbar.
"Nachos mit extra Käse, bitte!" vollständig lesen
Friday, 20. November 2009
Bevor ich unserem örtlichen Großhandel und Lieblingskekse-Importeur noch mehr Geld in den Rachen werfe, backe ich diese kleinen Suchtobjekte wieder öfters selbst. An der genauen Zuckermenge muss noch gebastelt werden, mir sind sie immer noch etwas zu süß, aber so fehlt es wenigstens nicht an einem Grund, diese wunderbar leckeren herbschokoladigvanilligen Mmmmh-Kekse immer wieder zu Backen.
Danke an dieser Stelle an den ehemaligen Kaffee- und jetzt Ramschverkäufer, der in den letzten Wochen so freundlich war Keksstempel ins Angebot zu nehmen.
"Legendary Cookies" vollständig lesen
Wednesday, 7. May 2008
Meine ersten Konakte mit Makkaroni in einer fiesen Käsesoße müssen irgendwann Ende der 80er in einem Wohnmobil in den USA gewesen sein. Als Kind konnte man mir praktisch alles verkaufen, solange es unter einer ordentlichen Menge geschmolzenem Käse versteckt war. Selbst Fischsuppe. Der Trick zieht heute noch.
Seit dieser Zeit habe ich auch eine gewisse, teilweise nicht nachvollziehbare Affinität zu Kraft Dinner, wobei ich das auf sentimentale Urlaubsgefühle zurückführe und mir lieber "richtige" Macaroni and Cheese koche. Diese ordentliche Hausmacher-Variante, allerdings mit Paprika, beschreibt Sheila Lukins in ihrem grandiosen USA Cookbook. (Die deutsche Ausgabe ist gelegentlich für 5-10 Euro auf Wühltischen im Buchhandel zu finden.) Hier gibts allerdings meine abgewandelte und immer-wieder-gekochte Version der Macaroni von Ms. Lukins.
Monterey Jack und kräftiger Cheddar, wie im Rezept angegeben, sind bei uns kaum bis gar nicht zu beschaffen, aber ein halbwegs kräftiger Käse, der gut schmilzt, sollte auch einsetzbar sein. Bei mir waren es Emmentaler und alter Gouda. Wenn die Soße so schmeckt, dass man sie am liebsten ohne die Nudeln essen würde, ist sie richtig.  Wie gut, dass gestern "International No Diet Day" war.
"Macaroni and Cheese" vollständig lesen
Sunday, 7. October 2007
Seit die Pumpernickelbäcker Mestemacher grosse deutsche Supermärkte auch mit günstigen Weizentortillas und Pita-Brötchen versorgen, machen Texmex-Schweinereien à la Wraps selber bauen und die hausgemachte Dönervariante nach niederländischem Vorbild gleich nochmal soviel Spaß. (Die Mestemacher-Pita-Brötchen sind für Shoarma ein guter Anfang, aber seit ich richtige, echte Shoarmabroodjes probiert hab, wärs mir lieber, wenns die auch in de zu kaufen gäb.)
"Wraps mit Putenwürfeln" vollständig lesen
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Kommentare
Fri, 13.08.2010 17:37
hallo der luis ist einfach super habe als kind imer gern dise Filme geschaut, aber heute auch noch.. wollte dich [...]
Fri, 13.08.2010 13:36
Grüß dich Evi! Hier ist die Abstimmung und der Round [...]
Wed, 11.08.2010 08:49
Hehe, sehr gut! Ich bin dann mal im Suq! Ich dachte ja eher an ein gemütliches Homeoffice mit Internetversandhandel. [...]
Tue, 10.08.2010 12:43
Gute Idee, ich mache mit! Ich kann mir dich da auch richtig vorstellen: [...]
Sat, 07.08.2010 17:30
So oder so ähnlich ist der Plan.
Sat, 07.08.2010 17:29
Naja, das Einzige, was du brauchst, ist Stauraum. Bei den Gewürzen, von denen ich weiß, dass wir vor dem Verfallsdatum [...]
Sat, 07.08.2010 17:12
Ach, ich finde die Gewinnspanne bei Koriander vollkommen ausreichend. Wenn ich mich anstrenge, bekomme ich vielleicht [...]
Sat, 07.08.2010 15:31
Na dann macht man sich drei kleine Töpfchen fertig - für jedes Jahr der Haltbarkeit eins - und verschenkt den Rest [...]
Sat, 07.08.2010 14:24
Interessant. Aber Problem liegt daran, dass wir 1 kilo Gewürz für eine Familie sehr viele Menge. Grüsse...
Sat, 07.08.2010 13:07
Noch mehr verdienst Du mit besonderen Gewürzen wie Vanille oder Safran.
Sat, 07.08.2010 12:34
Hunger!!!!
Thu, 05.08.2010 08:36
(ist erlaubt.
Thu, 05.08.2010 08:35
Freut mich!
Thu, 05.08.2010 08:32
Hauptsache irgendwas kräftiges. Mit diesen Plastikkäsen kann ich nicht so.
Mon, 02.08.2010 22:33
Gerade eben über diesen Beitrag gestolpert: Den Burger nehm' ich! Jetzt! Liebe Grüße, Sus (noch klammheimlich den [...]