Saturday, 1. May 2010
Ich bin ein Schussel vor dem Herrn. Wirklich. Dabei ist meine Hand-Auge-Koordination eigentlich ganz in Ordnung. Hey, ich kann jonglieren! Nur manchmal oft sehe ich das Hindernis und bleibe mit den Händen trotzdem dran hängen und verschütte, kippe um, verbrenne mich, etc.
Eigentlich war also für das Wochenende eine strenge Kuchenabstinenz geplant. Und dann habe ich im Großhandel eine Packung Eier schwungvoll kopfüber in meinen Einkaufswagen geleert. Bilanz: vier verletzte, keine Toten, sechs Eier konnten unversehrt entkommen. Nachdem ich die vier Eier dann zwar mit Sprüngen, aber noch ungeöffnet nach Hause geschafft hatte, war klar: Die müssen heute noch weg. Zum Glück habe ich auch einen 5 Kilo Sack Möhren gekauft. Juhu, es gibt Karottenkuchen!
Zorra hat passenderweise gerade das Brunch zum Jubiläumsblogevent ausgerufen, da findet dieser relativ leichte Kuchen (mit Gemüse! gesund! Vitamine!) sicher auch sein Plätzchen. Wir essen ihn gerne zum Frühstück oder einem faulen Sonntagnachmittagsmittagessen /-kaffee. Das bisher leckerste Karottenkuchenrezept, das ich gefunden habe, ist dieses von The Pioneer Woman. Ich hatte schon einige andere Rezepte probiert, aber dieses besticht durch fluffige Saftigkeit, hat keine übermäßige Süße und ist wirklich schnell zusammengerührt. Der Zimt ist dabei nicht aufdringlich, sondern harmoniert wunderbar mit den Karotten. Auf keinen Fall weglassen!
Falls es etwas edler sein soll, kann man den Kuchen noch mit einem Frischkäse-Frosting überziehen, er wird dadurch allerdings deutlich süßer, für uns muss das nicht unbedingt sein. Unter der Kuchenglocke oder in Frischhaltefolie gewickelt hält sich der (ungefrostete) Carrot Cake einige Tage im Kühlschrank, da er nur mit Öl und ohne Butter zubereitet wird, bleibt er auch gekühlt weich und saftig. Bei Gelegenheit werde ich unser Karottenkuchen-Familienrezept vorstellen, das ist jedoch etwas ausgefallener und muss für mich unbedingt mit Guss und Marzipanmöhrchen als Deko sein, wie in den guten alten Zeiten. ;) Dieser amerikanische Karottenkuchen dagegen ist ein solider und leckerer Alltagskuchen.
Beim Durchstöbern der alten Blogevent-Themen ist mir gerade aufgefallen, dass ich bereits 2006 unter Pseudonym teilgenommen hatte, damals noch ohne eigene Domain und mit der ganzen Blog-Geschichte nicht so vertraut. Meine erste richtige Teilnahme war dann am Apple Day, die Ähnlichkeit zum diesmal bereits präsentierten Fenchel-Gurke-Mango-Salat mit dem Fenchensalat mit Apfel ist rein zufällig und nicht beabsichtigt. Das erste "richtige" monatliche Blogevent wäre die Bistro-Küche mit endives au jambon gewesen, wenn ich nicht den Abgabetermin um einen Tag verpasst hätte. So wars dann erst das 3-Jahres-Jubiläum mit dem Thema "cake". Die Erkenntnis: Ich muss mal wieder Chiffon Cake backen. Und bei Zorra, für die Organisation, Ausrichtung und Delegierung dieser schönen Blogeventreihe, sowie all den Gast-Ausrichtern, die leider oftmals nicht als solche wahrgenommen werden, herzlich "Dankeschön!" sagen. Dankeschön!
"Amerikanischer Karottenkuchen (Sigrid's Carrot Cake)" vollständig lesen
Monday, 15. February 2010
Schon wieder Blogevent-Einsendeschluss! Und schon wieder gibts asiatisch angehauchte Teigtaschen mit Füllung. Diesmal aber aus Hefeteig und gedämpft! Und passend zum Blogevent schneeweiß.
Baozi sind eigentlich nichts anderes als gedämpfte Hefeknödel / Brötchen mit Füllung. Gedämpfte Brötchen aus Hefeteig ohne Füllung heißen in China Mantou und dienen oft als Sättigungsbeilage in Gegenden, in denen eher Weizen als Reis angebaut wird; andere asiatische Küchen kennen diese Zubereitungsart allerdings auch.
Herzhaft gefüllte Hefebrötchen sind mir das erste Mal bei einer leicht japan- und animeverrückten Bekannten als "Nikuman" über den Weg gelaufen, allerdings waren diese damals nicht gedämpft, sondern mangels Kochutensilien im Ofen gebacken. Gedämpft sind sie allerdings viel leckerer!
Wenn man die typischen Bambusdämpfer nicht hat, kann man sich einfach mit einem Dünsteinsatz für Gemüse (erhältlich z.B. beim großen schwedischen Möbelhaus) und einer großen (unbeschichteten) Pfanne behelfen, das klappt genau so gut und man hat die Sauerei beim Einweichen nicht. ;) Ein wenig Backpapier als Zwischenlage und ein nicht zu flacher Deckel und die Baozi-Dämpferei kann losgehen.
Liest man sich etwas durch die Rezepte im Netz, so fällt auf, dass eigentlich alles rein darf, was gefällt. Sowohl süße Varianten mit Lotus- oder rote Bohnenpaste etc. als auch herzhafte; ich mag Rind- oder Geflügelhack mit verschiedenen Gemüsen, Knoblauch und Ingwer. Ich habe vor einiger Zeit eine chinesische Gewürzmischung eines bekannten deutschen ex-Gastronomen und "Gewürzmüllers" geschenkt bekommen, die macht sich in der Fülle ganz gut (besteht laut Etikett aus Röstzwiebel, schwarzem Pfeffer, Knoblauch, Thai-Chilies, Szechuanpfeffer, Paprikaflocken, Süßholz, Ingwer, Sternanis, Koriander, Fenchelsaat, Zimtblüten, Zitronengras, Curryblättern, Kardamom, Bird Eye Chilis und Gewürznelken und wäre mir zum selbst kaufen vermutlich zu teuer. ;) ).
"Baozi / Nikuman / asiatische Dampfnudeln" vollständig lesen
Friday, 15. January 2010
Auch meine Potstickers sind, wie die Nachos, ein Beitrag zum Blogevent "Soulfood". Käse, Fett und Kohlenhydrate sind zwar gut, wenn schnell was her muss, was die Seele streichelt, aber wenn man eine meditative Arbeit braucht zum runterkommen, ist Kochen halt auch irgendwie Nervenberuhigung. Ich fang dann meistens an und falte (sehr zur Freude des Liebsten) Dumplings.
Viele der asiatischen Küchen kennen fleischgefüllte Ravioli, die kunstvoll gefaltet sind. Man kann sie dämpfen oder in Wasser kochen, ich mag sie am liebsten als "Potstickers". Dabei werden die Dumplings zuerst in einer geölten Pfanne angebraten, bis der Boden leicht gebräunt ist. Mutige nehmen keine Antihaftpfanne. Danach kommt etwas Wasser oder Brühe hinzu, die dann langsam mit Deckel drauf verkocht und so die Teigtaschen fertig gart.
Schnittknoblauch (nira, jiucai) kann ich hier nur schwer auftreiben, ich packe normalen Knoblauch in die Füllung stattdessen. Die Füllung ist ohnehin nur grob an den asiatischen Vorbildern orientiert, ich nehme was ich hier bekomme und an Gemüse vertragen wird, hauptsache es schmeckt. :) Meine Lieblingsfüllungen sind Rinderhack oder Hühnchen mit Karotte und Zucchini und als vegetarische Variante Paprika mit Pak Choi. Wenn die Fleischfüllung zuviel ist, kann man damit auch sehr gut kleine Frikadellen backen, das aber auf jeden Fall in einer Antihaftpfanne und auf milder Hitze.
Als Dip gibt es bei mir meistens Sojasoße mit Reisessig und Ingwer, Knoblauch, Chilis. Wenn kein frischer Ingwer da ist, tuts auch Hoisin Soße, Süße Chilisoße oder irgend etwas anderes, bei der Schnuppensuppe gibts Knoblauch mit Reisessig und Reisessig mit Chilis als Dips, das ist vermutlich authentischer. :) Und außerdem ein Rezept für den Teig. Ich hatte bisher zuviel Respekt vor dem Teig und habe die 22-Stück-Fertigpackungen à 98 cent aus der Tiefkühltruhe meines Asia-Supermarkts genommen. Heute Abend wird der Teig aber mal ausprobiert, reichtzeitig Fotos fürs Blogevent wirds dann aber nicht mehr geben.
Übrig gebliebene (oder im Voraus absichtlich im Übermaß produzierte) Dumplings können übrigens entweder roh eingefroren werden und dann aufgetaut gebacken werden, oder gegart eingefroren und als Suppeneinlage verwendet werden.
Eine Zitronen-Variante mit selbstgemachtem Teig findet sich hier: Zitronen-Rind-Potstickers.

"Potstickers / (Yaki-)Gyoza / Jiaozi (Guotie)" vollständig lesen
Tuesday, 22. December 2009
Die Authentizität dieser Suppe ist mehr als fraglich, sie orientiert sich dann geschmacklich auch eher an der "Gemüsesuppe mit Kokosmilch" meines Lieblings-Asia-Schweinkram-Imbisses als an irgend einem Originalrezept. Gerade was die Gemüsebeilagen von Karotte und Pak Choy angeht. Für mehr Originaltreue suche man sich in Thailand heimisches Gemüse, nehme Galgant statt Ingwer, Thai-Chilipaste statt Sambal Oelek, Fisch- statt Sojasoße, vergesse nicht Zitronengras und Kaffir-Limettenblätter beim Einkauf, prüfe seine Einstellung zu frischem Koriander und lasse die Glasnudeln weg. Oder geht einfach zu nem guten Thai. Die eingedeutschte "was noch im Kühlschrank zu finden war"-Variante ist aber auch ganz genießbar.
"Thailändisch angehauchte Garnelensuppe mit Kokosmilch" vollständig lesen
Saturday, 14. February 2009
Keine aussergewöhnliche Schönheit aber eine dankbare Reste- und Tiefkühlkostverwertung ist der Hackfleischeintopf den es hier immer gibt wenn es schnell gehen soll und gerade nichts besonderes im Kühlschrank ist. Auf der Basis von Hackfleisch und Kartoffeln mit wechselndem Gemüse gibt es so ein leckeres, variables comfort food für ekliges Graupelwetter. Lieblingsgemüse zum mitverkochen sind Karotten, Zucchini, Paprika.
"Hackfleischtopf" vollständig lesen
Tuesday, 4. March 2008
Zurück aus dem sonnigen Süden brauchts mal was anderes außer Tapas und viel zu süßen Süßigkeiten. Und ganz viel Fett überall.
1 Aubergine, gewürfelt
1 Zucchini, gewürfelt
1 Fenchelknolle, in Streifen
2 Karotten, in Scheibchen
700 g mehligkochende Kartoffeln, geschält und gewürfelt
1 l passierte Tomaten
1 l Gemüsebrühe
1 - 2 EL Tomatenmark
Knoblauch nach Geschmack
2 Lorbeerblätter
Salz, Pfeffer, Kräuter der Provence, Cayenne-Pfeffer, Koriander, Cumin, etwas Zucker
700 g Hackfleisch
200 g Feta-Käse
1 EL Senf
1 EL Honig
1 Ei
Semmelbrösel
Salz, Pfeffer, Cayenne-Pfeffer, Shoarma-Würzmischung
Gemüse in einem großen Topf in wenig Olivenöl andünsten, Kartoffeln, Tomaten/-mark und Brühe hinzu geben und auf mittlerer Hitze köcheln lassen bis die Kartoffeln gar sind und die Soße leicht sämig. Öfters umrühren, gegen Ende der Garzeit würzen.
Derweil Hackfleisch mit klein gewürfeltem Feta und den Gewürzen sowie dem Ei vermengen, Semmelbrösel zugeben bis die Masse gut zusammen hält. Tischtennisballgroße Hackbällchen formen, Eintopf auf niedrigste Temperatur stellen und Hackbällchen darin gar ziehen lassen.
Saturday, 13. October 2007
Beim Aufräumen meiner Digicam hab ich festgestellt, dass noch einige alte Fotos drauf sind aus der Zeit, in der ich nicht gebloggt habe. Nach längerem Meditieren hab ich mich grob dran erinnern können, was es war und wie es geschmeckt hat. Aber die Rezepte bekomm ich bei weitem nicht mehr hin.  | Zucchini-Antipasti. Müsste irgendwann im Sommer 2006 gewesen sein. Meine Eltern hatten eine furchtbare Zucchinischwemme in dem Jahr. Diese hier sind einfach in etwas Olivenöl angebraten, mit Salz, Pfeffer, Rosmarinzweigen und ordentlich Knoblauch gewürzt und am Ende mit Balsamico abgelöscht. Über Nacht in den Kühlschrank, evtl. mit noch etwas mehr Balsamico und Olivenöl. Und einer Prise Zucker. |  | Rote-Bete-Kartoffel-Gratin. Das hier müsste Herbst 2006 sein. Rote Bete roh in Scheiben, Kartoffeln ebenfalls, schichtweise in eine Auflaufform drapiert und mit halb Gemüsebrühe, halb Sahne aufgegossen. Zwischenlagen immer gewürzt mit Muskat, Salz, Pfeffer. Obenauf vermutlich eine Winzigkeit Fontina oder Gruyère. |  | Gorgonzola-Nudeln. Orecchiette mit einer recht simplen Soße aus angedünsteten roten Zwiebeln, Sahne und einer großen Menge Gorgonzola, die langsam weg musste. Ich glaube, ich habe mit den Zwiebeln noch Apfelstückchen angeschwitzt, könnte auch Birne gewesen sein. Salz, Pfeffer, Muskat, obenauf frisches Basilikum. |  | Schoko-Orangen-Muffins. Müsste Anfang 2007 gewesen sein. Ganz normale Schokomuffins, mit einer luxuriösen Menge Glasur. Der Orangengeschmack war etwas zu dezent gewesen, hatte glaube ich auch nur ein Päckchen Finesse Orange o.ä. drin, in Ermangelung frischer Orangenschale. Waren aber trotzdem schnell verputzt. |  | Hamburger-Baguette. Ganz normales Aufback-Baguette aufgeschnitten, kurz im Ofen angetoastet, mit Curryketchup und Senf bestrichen, belegt mit Eisbergsalat, Gouda, Tomate, Gurke und kleinen angebratenen Patties aus Rinderhack. Sollte ich viel öfters machen. |  | Curry-Karotten-Suppe. Die war toll. Ich hab zwar keine Ahnung mehr, wie genau ich sie gemacht hab, aber sie war toll. Leicht orientalisch gewürzt, mit Curry, Koriander, vermutlich etwas Cumin. Kartoffeln und Karotten zu gleichen Teilen in Gemüsebrühe gekocht und dann püriert. Als Topping Saure Sahne, krosse Speckwürfel und frische krause Petersilie. Hab ich später auch noch in Variationen mit Hackfleisch gemacht, für männliche Mitesser ists sonst etwas arg wenig Fleisch. |
Update:
 | Bagels. Da hats mich letztes Jahr um die Weihnachtszeit mal gepackt und ich musste in memoriam eines New-York-Weihnachtstrips unbedingt aus Mutterns Bagel-Backbuch das Standardrezept ausprobiern. Irgendwas hab ich falsch gemacht, sie waren irgendwie zu latschig. Und zu süß. Und zu klein. Ich weiß gar nicht, warum ich so lange keine mehr gebacken habe. (Könnte am Riesenaufwand liegen. ;) ) Die nächste Versuchsreihe wird dann vermutlich lieber mit den Rezepten aus Culinaria USA gestartet. Da hab ich bislang bessere Erfahrungen mit gemacht. |
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Kommentare
Fri, 13.08.2010 17:37
hallo der luis ist einfach super habe als kind imer gern dise Filme geschaut, aber heute auch noch.. wollte dich [...]
Fri, 13.08.2010 13:36
Grüß dich Evi! Hier ist die Abstimmung und der Round [...]
Wed, 11.08.2010 08:49
Hehe, sehr gut! Ich bin dann mal im Suq! Ich dachte ja eher an ein gemütliches Homeoffice mit Internetversandhandel. [...]
Tue, 10.08.2010 12:43
Gute Idee, ich mache mit! Ich kann mir dich da auch richtig vorstellen: [...]
Sat, 07.08.2010 17:30
So oder so ähnlich ist der Plan.
Sat, 07.08.2010 17:29
Naja, das Einzige, was du brauchst, ist Stauraum. Bei den Gewürzen, von denen ich weiß, dass wir vor dem Verfallsdatum [...]
Sat, 07.08.2010 17:12
Ach, ich finde die Gewinnspanne bei Koriander vollkommen ausreichend. Wenn ich mich anstrenge, bekomme ich vielleicht [...]
Sat, 07.08.2010 15:31
Na dann macht man sich drei kleine Töpfchen fertig - für jedes Jahr der Haltbarkeit eins - und verschenkt den Rest [...]
Sat, 07.08.2010 14:24
Interessant. Aber Problem liegt daran, dass wir 1 kilo Gewürz für eine Familie sehr viele Menge. Grüsse...
Sat, 07.08.2010 13:07
Noch mehr verdienst Du mit besonderen Gewürzen wie Vanille oder Safran.
Sat, 07.08.2010 12:34
Hunger!!!!
Thu, 05.08.2010 08:36
(ist erlaubt.
Thu, 05.08.2010 08:35
Freut mich!
Thu, 05.08.2010 08:32
Hauptsache irgendwas kräftiges. Mit diesen Plastikkäsen kann ich nicht so.
Mon, 02.08.2010 22:33
Gerade eben über diesen Beitrag gestolpert: Den Burger nehm' ich! Jetzt! Liebe Grüße, Sus (noch klammheimlich den [...]