
Seit der Lektüre von
Jasper Ffordes Thursday Next Romanen hatte ich mir fest vorgenommen einen
Battenberg Kuchen zu backen. Der Artikel von
cakespy auf
Serious Eats war dann der letzte Aufhänger. Und ein Kuchen zur Dekoration meines neuen Kaffeeservices musste ohnehin her!
Thursday Nexts Mutter hat praktisch immer einen Battenberg Kuchen irgendwo in der Wohnung herumstehen, zur Verköstigung der Hausgäste und der Familie.
Ffordes Romane spielen in einer fiktiven Parallelwelt, in der Großbritannien immer noch mit Russland im Krimkrieg liegt, Wales eine eigene Republik ist und alles auf eine ungeheuer liebenswürdige Art irgendwie anders scheint. Längst ausgestorbene Tierarten wie Dodos, Beutelwölfe oder Mammuts werden geklont und bevölkern englische Wiesen (die Mammuts) und Wohnzimmer (die Dodos und Beutelwölfe). Man schippert gemütlich in Zeppelinen statt in Flugzeugen durch die Gegend und die Literatur hat einen vollkommen anderen Stellenwert als in unserer Gesellschaft. Es ist eine wirklich literaturversessene Welt, eine beliebte Abendunterhaltung besteht darin sich die wöchentliche "Hamlet"-Aufführung anzusehen, die Darsteller sind wechselnde Laienschauspieler aus dem Publikum, die inbrünstig die ohnehin bei jedermann auswendig abrufbaren Weltklassiker geben. Der eigentliche Clou ist jedoch das Bücherspringen. Sowohl die Romanfiguren als auch besonders talentierte "normale" Menschen, sind fähig sich in Bücher zu lesen und darin wie in einer ganz normalen Welt zu agieren. Wer sich ein wenig mit Literatur, und der englischsprachigen im Besondern, auskennt, wird seine helle Freude an dieser Romanserie haben. Fforde schafft es auf liebenswerte Weise berühmte und berüchtigte Protagonisten aus der Weltliteratur in seine Handlung zu integrieren und entlockt einem beim Lesen desöfteren amüsiertes Grinsen bis schallendes Gelächter.

Aber zum
Battenberg: Das heitere pink-gelbe Schachbrettmuster wird in Großbritannien auf jedem Teetisch gerne gesehen, der Großteil der Briten scheint den Kuchen jedoch fertig fabrikproduziert zu erstehen. Die Herstellung ist allerdings wirklich auch für Anfänger geeignet. Aus dem gleichen Teig entstehen zwei verschieden gefärbte Kuchenplatten, diese werden etwas getrimmt und mit Aprikosenmarmelade im Schachbrettmuster zusammengepappt. Als Umhüllung dient Fondant oder Marzipan, ich habe mit 200g Marzipanrohmasse gute Ergebnisse erzielt, Ungeübte nehmen vielleicht etwas mehr. Aromatisieren kann man den Kuchen ganz nach Lust und Laune, wobei man den Marzipangeschmack der Umhüllung berücksichtigen sollte. Mein Battenberg mit Vanille und Amaretto / Bittermandel hat ganz wunderbar harmoniert. Kräftigeren Rumgeschmack könnte ich mir auch gut vorstellen, oder dezente Zitrusaromen. Ich habe verschiedene Rezepte recherchiert und mich schließlich für das von Cakespy entschieden. Schon allein wegen der hübschen Aquarelle. :) (Cakespy hat das Rezept wohl urspünglich von
Bron Marshall. Die
Seiten des BBC haben ein ähnliches Rezept, mit metrischen Angaben. Ich habe ja zum Glück meine
neuen M-Cups. ;))
Das Service "Vegas" wurde mir freundlicherweise von
endlichzuhause.de zu Testzwecken überlassen. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, mir Porzellan im Netz zu bestellen. Dazu kenne ich unsere Paketboten (bzw. den generellen Umgang mit Paketen bei den diversen Zustelldiensten) zu gut, bzw. hatte schon dementsprechende Erfahrungen mit fallengelassenen Paketen. (Es waren "nur" Bücher.)
Entsprechend wenig verwundert war ich, als der Karton mit einer großen Macke ankam. Dem Inhalt ist dank Luftpolsterfolie nichts passiert, der war obendrauf in der Originalverpackung mit Wellpappe zwischen den einzelnen Artikeln. Leider haben einige Teller feine Kratzer, die scheinen jedoch noch aus der Produktion zu stammen. Naja, einem geschenkten Gaul und so... Selbst gekauft hätte ich mir das Service vermutlich auch nicht, mal abgesehen, dass ich es vorher irgendwo hätte begrabbeln wollen, um ein Gefühl für das Gewicht und die Qualität zu bekommen. Es ist zwar noch relativ schlicht, ich mag jedoch ganz klare Formen lieber (oder total verkitscht-verspielt, oder asiatisches Geschirr, oder
wirklich modern..), das Dreieckige des Vegas von Ritzenhoff & Breker wirkt ein bisschen "gewollt modern". Und es hat das typische Problem eines Kaffeeservices.. Die Tassen fassen ca. 125 ml, ich bin 500 ml Teepötte gewöhnt. Aber wenigstens hab ich jetzt eins falls mal ein plötzliches Kaffeegesellschaftssturmkommando einfällt. ;)
Kommentare
Fri, 13.08.2010 17:37
hallo der luis ist einfach super habe als kind imer gern dise Filme geschaut, aber heute auch noch.. wollte dich [...]
Fri, 13.08.2010 13:36
Grüß dich Evi! Hier ist die Abstimmung und der Round [...]
Wed, 11.08.2010 08:49
Hehe, sehr gut! Ich bin dann mal im Suq! Ich dachte ja eher an ein gemütliches Homeoffice mit Internetversandhandel. [...]
Tue, 10.08.2010 12:43
Gute Idee, ich mache mit! Ich kann mir dich da auch richtig vorstellen: [...]
Sat, 07.08.2010 17:30
So oder so ähnlich ist der Plan.
Sat, 07.08.2010 17:29
Naja, das Einzige, was du brauchst, ist Stauraum. Bei den Gewürzen, von denen ich weiß, dass wir vor dem Verfallsdatum [...]
Sat, 07.08.2010 17:12
Ach, ich finde die Gewinnspanne bei Koriander vollkommen ausreichend. Wenn ich mich anstrenge, bekomme ich vielleicht [...]
Sat, 07.08.2010 15:31
Na dann macht man sich drei kleine Töpfchen fertig - für jedes Jahr der Haltbarkeit eins - und verschenkt den Rest [...]
Sat, 07.08.2010 14:24
Interessant. Aber Problem liegt daran, dass wir 1 kilo Gewürz für eine Familie sehr viele Menge. Grüsse...
Sat, 07.08.2010 13:07
Noch mehr verdienst Du mit besonderen Gewürzen wie Vanille oder Safran.
Sat, 07.08.2010 12:34
Hunger!!!!
Thu, 05.08.2010 08:36
(ist erlaubt.
Thu, 05.08.2010 08:35
Freut mich!
Thu, 05.08.2010 08:32
Hauptsache irgendwas kräftiges. Mit diesen Plastikkäsen kann ich nicht so.
Mon, 02.08.2010 22:33
Gerade eben über diesen Beitrag gestolpert: Den Burger nehm' ich! Jetzt! Liebe Grüße, Sus (noch klammheimlich den [...]