Als Tobias das Thema für den 10. mediterranen Kochevent "Slowenien" gepostet hatte, war nach kurzer Googelei klar, dass es die Idrijski Žlikrofi werden müssen. Meine ausdauernde Liebe zu gefüllten Teigtaschen aller Art hatte entschieden. ;)
Nachdem ich mittlerweile ordentlich vom Heißwasserteig, der für einige asiatische Dumplings verwendet wird, verwöhnt bin, war so ein "richtiger" Nudelteig mal wieder eine Freude für die Arme beim Kneten und Ausrollen. (Ich hätte immer noch gerne eine Küchenmaschine und wünsche mir hiermit noch eine Nudelmaschine dazu.)
Die Füllung für meine slowenischen Maultaschen orientiert sich nur bedingt am Original. Laut Amtsblatt der Europäischen Union sind nur Kartoffeln, Grieben oder geräuchterter Speck, Zwiebeln in festgelegten Verhältnissen und so viele Gewürze und Salz zulässig, bis ein "harmonisches Aroma" entsteht zulässig. Ich habe jedoch knallharte Resteküche gemacht und zwei einsame Wiener Würste als Fleischbeilage hergenommen. Zur Bindung des Teigs etwas Magerquark statt Fett. Ob die Žlikrofi jetzt noch Idrijski Žlikrofi heißen dürfen, darüber kann man streiten. Sie waren jedoch unglaublich lecker!
Heute morgen habe ich gesehen, dass Robert mir mit seinem Beitrag zum Blogevent zuvor gekommen ist. Merke: Posts nicht 4 Tage liegen lassen. ;) Wer die originalgetreue Variante mit vielen äußerst appetitanregenden Bildern sehen möchte, statte seinen Idrijski Žlikrofi mal einen Besuch ab. :)
"Soufflé à la Pomme de Terre". Wer "Le Grand Restaurant", in Deutschland bekannt unter "Das große Restaurant" bzw. "Scharfe Kurven für Madame" (wer mir diesen Titel erklären kann, nur zu) kennt, wird bei diesen Worten schon das Grinsen anfangen, falls er einen einigermaßen de Funès kompatiblen Humor besitzt und den Film kennt.
Louis de Funès spielt Septime, den Chef des gleichnamigen Pariser Restaurants. Septime unterzieht Personal und Küche seines Restaurants gerne mal einem Qualitätscheck, wofür er sich in latent lächerliche Verkleidung wirft und im eigenen Restaurant Gast spielt. Schon allein diese Maskerade führt zu einigen durchaus amüsanten Szenen. Später kommt noch während des Essens im Restaurant, bei der "bombe surprise", ein südamerikanischer Staatschef abhanden und das Chaos im Restaurant ist perfekt.
Alles in Allem ist "Le Grand Restaurant" ein solider, netter, lustiger de Funès Film. Es gibt jedoch eine Szene, die wirklich zum Schießen komisch ist. Septime rezitiert für den deutschen Herrn Müller die Zutatenliste des Soufflé à la Pomme de Terre. Grandios. Voyez vous-même!
Super! Es gibt Kartoffelauflauf! Nachdem sich Monsieur Septime nicht zu einer vernünftigen Arbeitsanweisung hat hinreißen lassen, greife ich auf einen anderen ollen Franzosen zurück, Henri-Paul Pellaprat. War Der Große Pellaprat in den späten 1960ern und 70ern noch ein Buch, das jeder aufstrebende Kochlehrling im Regal zu haben hatte, ist es heutzutage nur noch antiquarisch zu beziehen. Zwar wird wirklich alles von der Pike auf erläutert, in ihrer Üppigkeit sind die Rezepte aber schon fast nicht mehr vertretbar. Jeder Kardiologe fällt vermutlich allein beim Durchlesen der Zutaten schon in Ohnmacht. Aber wir leiden ja gerne für die Kunst. Auch die großen Prunkbüffets und die kunstvoll verzierten Gerichte (viele Farbtafeln! Mayonnaise im Spritzbeutel!) wirken etwas antiquiert. Immerhin kann ich jetzt Pilze so beschnitzen, dass sie aussehen wie kleine Versionen der Turmdächer der Basilius-Kathedrale in Moskau. Wenn ich zuviel Zeit hätte, könnte ich die verschiedenen Garnituren auswendig lernen. Wer weiß wohl noch, wie "à l'amiral" geht? Ich jedenfalls weiß jetzt, dass Kartoffelauflauf à la Pellaprat zwar ganz nett ist, ich aber das nächste Mal wieder einen ganz profanen Kartoffelbrei mache. Auch mit Muskatnuss, HÄRRR MÜLLÄÄÄÄR!
Der in Deutschland eher unbekannte amerikanische Lyriker Billy Collins ist mir zum ersten Mal in einer Anthologie zur amerikanischen Literatur über den Weg gelaufen. Sein teils kritischer Blick auf den Alltag, oft verpackt in leichte, unbeschwerte Sprache und versehen mit einem Augenzwinkern, regt zum Nachdenken an oder verbreitet einfach nur eine angenehme Stimmung. In seinem Gedicht "Osso Buco" (Link zum englischen Original) schafft er es auf wunderbare Weise, diese beiden Aspekte zu verbinden. Für mich ist es ein Wohlfühlgedicht, das mich jedes Mal wieder in diese angenehme, vielleicht etwas übersättigte Atmosphäre eintauchen lässt, die ein reichhaltiges Abendessen hervorrufen kann. In Billy Collins Gedichten kann man versinken wie in einem guten Mahl. Sie sind "hospitable", wie er selbst sagt. Einladend, gastfreundlich, fast schon bewohnbar.
Es ist vermutlich etwas unüberlegt gewesen, mit einem Schmorgericht bis zu den heißesten Tagen des Jahres (31°C in der Wohnung, nach Sonnenuntergang, die Küche liegt ein paar Grad drüber) zu warten, aber das Thema "Kulinarisches aus Literatur und Film" des Blogevents dieses Monats ist nun mal im Hause kochen375 entstanden und wird von mir organisiert, da müssen wir jetzt durch. Immerhin blieb der Backofen aus. ;)
Für diejenigen, die sich in der englischsprachigen Originalversion des Gedichts nicht zurecht finden oder bei der Hitze ihre Gehirnwindungen für wichtigere Dinge verwenden wollen, habe ich versucht, es möglichst verlustfrei ins Deutsche zu übersetzen. Für den vollen Genuss empfehle ich jedoch wie immer das Original.
Osso Buco - Billy Collins
Ich liebe den Klang von Knochen gegen Teller
und das festungshafte Aussehen,
wie es vor mir liegt, inmitten eines Wallgrabens aus Risotto,
das Fleisch so weich wie das Bein eines Engels,
der eine Existenz allein in der Luft gelebt hat.
Und am besten überhaupt, das geheime Mark,
die eroberte Intimsphäre des Tiers,
die mit einem Messer geborgen wurde und heruntergeschluckt
mit kaltem, anregendem Wein.
Ich schwanke jetzt, in der Stunde nach dem Abendessen,
ein Bürger, zurückgelehnt in seinem Stuhl,
ein Wesen mit vollem Magen -
eine Sache, von der man in der Lyrik sonst nichts erfährt,
dieser Zufluchtsstätte von Hunger und Entbehrungen.
Sie wissen schon: Der strömende Regen, die Stiefel an der Tür,
kleine Vögel, die nach Beeren suchen im Winter.
Aber heute Abend hat der Löwe der Zufriedenheit
eine warme, schwere Pfote auf meine Brust gelegt
und ich kann nur meine Augen schließen und höre
die Trommeln des Wehklagens in der Ferne schlagen
und den Klang des Lachens meiner Frau
die am Telefon ist, nebenan,
die Frau, die das schmackhafte Osso Buco gekocht hat,
die dem Fleischer mit dem Finger die Stücke gezeigt hat, die sie wollte.
Sie, die mit ihrer weit entfernten Freundin spricht
während ich hier am Tisch verweile
mit einer heißen, geselligen Tasse Tee
und mich fühle wie einer der freundlichen Eingeborenen,
ein verlässlicher Führer, vielleicht sogar der Lieblingssohn des Häuptlings.
Irgendwo kriecht ein Mann einen steinigen Berghang hinauf
auf blutenden Knien und Handflächen, ein irischer Büßer
der den Fels der Welt in seinem Magen trägt;
und anderswo starren Menschen aller Nationen
sich gegenseitig über einen langen, leeren Tisch an.
Doch hier, die Kerzen verströmen ihren warmen Schein,
das selbe Licht bei dem Shakespeare und Izaac Walton geschrieben haben,
das Licht, das die Gesichter der Geschichte erleuchtet und verschleiert hat.
Nur jetzt ist es ein Schattenspiel auf blauen Tellern,
zerknitterten Servietten, gekreuzten Messern und Gabeln.
Bald wird einer von uns ins Bett gehen
und der andere wird folgen.
Dann gleiten wir unter die Oberfläche der Nacht
in Meilen von Wasser, treiben hinab und hinab
auf den dunklen, geräuschlosen Grund,
bis das Gewicht der Träume uns noch tiefer zieht,
unter den Schiefer und das Sedimentgestein,
unterhalb der Schichten von Hunger und Genuss,
hinein in die gebrochenen Knochen der Erde selbst,
hinein in das Mark des einzigen Platzes, den wir kennen.
Ich bin ja nun nicht so der Gärtner. Mein Balkon ist der sichere Pflanzentod, am Küchenfenster leiden der Rosmarin und seine Kumpels irgendwo zwischen Vertrocknen und Ersaufen. Was droht schlecht zu werden wird zügig vertilgt oder wenn's dann doch schon aus ist dem großen Gott der braunen Kräuter (vulgo: Biotonne) geopfert.
Um so erfreuter war ich, als mir nette Menschen einen kleinen Lavendelblumenstrauß zukommen haben lassen. Er war zwar eigentlich nur zum Ansehen und Beduften gedacht, auf Nachfrage aber als garantiert pestizidfrei ausgewiesen. Jetzt komm ich also doch noch mal zu einem Gärtnerblog-Event!
Eine winterliche Variante dieser köstlichen Zwiebelchen hatte ich bereits im noch bitterkalten März gemacht, mit hellem Essig und Lavendelblüten wird allerdings eine leichte, leckere Beilage zu Käse, Fleisch, Gegrilltem oder einfach ein sommerlicher Tapa daraus.
Diese Cantuccini sind nicht nur "Essen für unterwegs", sie waren sogar "Essen unterwegs". Ein Kekshaufen geht auf Reisen. ;)
Die liebe Jana hat neulich ausgelesene Bücher unters Volk verteilt. Ich erspähte "Julie & Julia", das Buch der Bloggerin Julie über ein Jahr mit Julia ChildsRezepten. Das Buch war schon auf meiner "liest du, wenn du wieder Zeit hast zu lesen was du willst"-Liste und Janas Posting war die schöne Gelegenheit "Hier!" zu rufen. Jana war vom Buch nicht so begeistert, ich werde mir Ende nächster Woche anfangen ein Bild zu machen.
Im Austausch für das Buch bekamen Jana und ihre beiden Männer eine große Schachtel voller Cantuccini geschickt. Die mürben, bröseligen, doppelt gebackenen Kekse sind wirklich traumhaft lecker und halten sich lange. Die Kombination aus leicht karamellisierter weißer Schokolade, süßsauren Cranberries, Mohn und Mandeln geben ihnen einen leicht sommerlichen Touch. Amaretto geht immer. Mit winterlichen Gewürzen (Zimt, Anis, Kardamom) und ganzen Mandeln werden sie zu einem klasse Wintergebäck. Ich mag sie pur zum Knabbern zwischendurch und zu Kaffee oder Tee. Sie sind robust und machen keine pappigen Finger. Ideal für unterwegs oder den Postweg! ;)
Die Knödelmanie hat uns vollends in Besitz genommen. Meine Ausroll-, Falt- und Bratkünste werden so langsam wirklich zufriedenstellend. Wobei das schöne an den Dingern ja ist, dass sie selbst, wenn sie missraten aussehen, immer noch traumhaft schmecken!
Natürlich kann man auch die fertig gekauften Teighüllen für jiaozi / guotie / (yaki) gyoza kaufen, aber mit etwas Übung, dem richtigen Nudelholz und dem richtigen Teig geht das Ausrollen schnell von der Hand, die Kruste ist viel schöner und man ist nicht von der Tiefkühlabteilung des asiatischen Supermarkts abhängig. Wenns richtig schnell gehen soll, schlagen die gekauften Hüllen natürlich die selbstgemachten. ;)
Beim Durchblättern einiger verstaubter G+U Rezepthefterl à la XY Blitzmenüs fiel mir in den "asiatischen Blitzmenüs" ein Rezept für gedämpfte Rinderhackbällchen mit Limette auf. Nachdem keine ungespritzte Limette aufzutreiben war, habe ich sie kurzerhand durch Zitrone ersetzt, das Rezept halbiert und als Dumplingfüllung herangezogen. Passt wunderbar! Der Dip, der zu den Hackbällchen empfohlen wird, vereint Wasabi, Sojasoße, Ingwer und Limette/Zitrone und ist, naja, ungewöhnlich. Ich bin mir nicht sicher ob ich ihn nochmal machen würde, er war zwar "interessant", aber als lecker würde ich ihn nicht zwingend bezeichnen. Möge jeder selbst entscheiden.
Dieses Rezept müsste das erste sein, das ich aus diesem Buch jemals nachgekocht habe. Ein perfekter Kandidat für DKduW! Es sind einige nette Ideen darin, es ist jedoch mehr ein Rezeptheftchen mit asiatisch angehauchten Gerichten für den europäischen Gaumen neu interpretiert. Erklärungen zu den Rezepten bezüglich Land, Ursprung o.ä. fehlen ("Asien" ist groß), nette Anregungen sind aber durchaus vorhanden. Generelle Tips zur Küche und Warenkunde wird oberflächlich auf jeweils einer Doppelseite abgehandelt. Für 7,50 Euro im Vergleich zu anderen Kochbüchern ziemlich überteuert, es war allerdings ein Geschenk, gekauft hätte ich es mir, denke ich, nicht. Die Bilder sind zwar hübsch und appetitlich angerichtet, aber das wars dann auch schon.
Sinnvoller zum Hineinschnuppern in die asiatische Küche ist z.B. das gut gemachte "große Buch der asiatischen Küche", leider mittlerweile vergriffen, von Könemann. (Eventuell unter anderem Namen neu aufgelegt.) Die Tips- und Warenkundeseiten sind gut, ausführlich und auf die Rezepte ausgerichtet, die Rezepte sind nach Länderküchen aufgeteilt und neben den Rezepten finden sich immer wieder Tips und Tricks zu Zutaten und Garmethoden. Vom eyecandy-Faktor her ist das Buch zwar etwas "90er", ich würde es mir aber jederzeit wieder kaufen.
Ich bin ein Schussel vor dem Herrn. Wirklich. Dabei ist meine Hand-Auge-Koordination eigentlich ganz in Ordnung. Hey, ich kann jonglieren! Nur manchmal oft sehe ich das Hindernis und bleibe mit den Händen trotzdem dran hängen und verschütte, kippe um, verbrenne mich, etc.
Eigentlich war also für das Wochenende eine strenge Kuchenabstinenz geplant. Und dann habe ich im Großhandel eine Packung Eier schwungvoll kopfüber in meinen Einkaufswagen geleert. Bilanz: vier verletzte, keine Toten, sechs Eier konnten unversehrt entkommen. Nachdem ich die vier Eier dann zwar mit Sprüngen, aber noch ungeöffnet nach Hause geschafft hatte, war klar: Die müssen heute noch weg. Zum Glück habe ich auch einen 5 Kilo Sack Möhren gekauft. Juhu, es gibt Karottenkuchen!
Zorra hat passenderweise gerade das Brunch zum Jubiläumsblogevent ausgerufen, da findet dieser relativ leichte Kuchen (mit Gemüse! gesund! Vitamine!) sicher auch sein Plätzchen. Wir essen ihn gerne zum Frühstück oder einem faulen Sonntagnachmittagsmittagessen /-kaffee. Das bisher leckerste Karottenkuchenrezept, das ich gefunden habe, ist dieses von The Pioneer Woman. Ich hatte schon einige andere Rezepte probiert, aber dieses besticht durch fluffige Saftigkeit, hat keine übermäßige Süße und ist wirklich schnell zusammengerührt. Der Zimt ist dabei nicht aufdringlich, sondern harmoniert wunderbar mit den Karotten. Auf keinen Fall weglassen!
Falls es etwas edler sein soll, kann man den Kuchen noch mit einem Frischkäse-Frosting überziehen, er wird dadurch allerdings deutlich süßer, für uns muss das nicht unbedingt sein. Unter der Kuchenglocke oder in Frischhaltefolie gewickelt hält sich der (ungefrostete) Carrot Cake einige Tage im Kühlschrank, da er nur mit Öl und ohne Butter zubereitet wird, bleibt er auch gekühlt weich und saftig. Bei Gelegenheit werde ich unser Karottenkuchen-Familienrezept vorstellen, das ist jedoch etwas ausgefallener und muss für mich unbedingt mit Guss und Marzipanmöhrchen als Deko sein, wie in den guten alten Zeiten. ;) Dieser amerikanische Karottenkuchen dagegen ist ein solider und leckerer Alltagskuchen.
Beim Durchstöbern der alten Blogevent-Themen ist mir gerade aufgefallen, dass ich bereits 2006 unter Pseudonym teilgenommen hatte, damals noch ohne eigene Domain und mit der ganzen Blog-Geschichte nicht so vertraut. Meine erste richtige Teilnahme war dann am Apple Day, die Ähnlichkeit zum diesmal bereits präsentierten Fenchel-Gurke-Mango-Salat mit dem Fenchensalat mit Apfel ist rein zufällig und nicht beabsichtigt. Das erste "richtige" monatliche Blogevent wäre die Bistro-Küche mit endives au jambon gewesen, wenn ich nicht den Abgabetermin um einen Tag verpasst hätte. So wars dann erst das 3-Jahres-Jubiläum mit dem Thema "cake". Die Erkenntnis: Ich muss mal wieder Chiffon Cake backen. Und bei Zorra, für die Organisation, Ausrichtung und Delegierung dieser schönen Blogeventreihe, sowie all den Gast-Ausrichtern, die leider oftmals nicht als solche wahrgenommen werden, herzlich "Dankeschön!" sagen. Dankeschön!
Diese Kombination hier ist ab sofort die neue Königin in meinem Fenchelsalathimmel. Fenchel + Obst finde ich sowieso sehr lecker, mit Orange oder Apfel hatte ich das so ähnlich bereits zubereitet. Die leicht pfeffrige Mango, die frische Gurke, der aromatische Fenchel und die süß-säuerlichen Cranberries passen zusammen als hätte es nie anders sein sollen. Zitrone und Naturjoghurt unterstützen leicht, viel Geschmack muss das Dressing gar nicht mehr leisten, auch spärlich gewürzt ist alles stimmig.
Auch wenn ich Mangosalat auf südostasiatisch gerne mal mit unreifen Mangos mache, muss für diese Kombination eine sehr reife, saftige, aromatische Mango her, sonst geht sie neben dem Fenchel unter. Zum Glück hatte ich sowohl einen sehr kräftigen Fenchel erwischt, ich hatte befürchtet, man hätte ihm ähnlich wie dem Chicoree und den Auberginen schon vollends den Geschmack ausgezüchtet. Ich knete den Fenchel nach dem Schneiden etwas durch, dann hat er zwar immer noch Biss und Crunch, ist aber wesentlich einfacher zu handhaben beim Essen.
Und weil der Salat so schön frühlingshaft und sowohl frühstücks- als auch beilagengeeignet ist, kommt er bei Zorra aufs Jubiläumsblogeventbrunchbüffet!
Soviel zum selbstgefassten Vorsatz mit den Kuchen etwas langsamer zu machen. Bei "japanisch" und "Dämpfen" war der Spieltrieb geweckt. Im Gegensatz zu "normalen" Muffins kommen die Mushi Pan in meiner Variante ohne Fett, ohne Milchprodukte / Laktose und vor allem ohne Backofen aus. Ideale Teilnehmer für das "ohne"-Blogevent bei 1x umrühren bitte!
Traditionell werden diese kleinen japanischen Muffin-Verwandten über Wasser gedämpft, bei Wagashi Maniac habe ich allerdings den Tipp mit der Mikrowelle gefunden, das musste ausprobiert werden. Was mich an dem Rezept von Amato gestört hat war der Frischkäse, den habe ich, wegen Laktoseintoleranz, grundsätzlich eher nicht im Haus, das Ausweichrezept von chabashira.de ist jedoch auch in der Mikrowelle halbwegs gelungen, ich habe Öl statt Butter verwendet. Saftig war trotzdem kein passendes Attribut für die erste Ladung Küchlein, etwas feuchtes oder fettiges hätte noch gut dazu gepasst. Ich empfehle zu diesem Zweck mal ungetestet Amatos Matcha-Buttercreme oder Erdnuss-Sesam-Creme bei Wagashi Maniac.
Versuch macht kluch und weiter ging die Suche nach Rezepten. "New in Nippon" brachte dann die Erleuchtung. Komplett ohne Fettzusatz (lediglich zwei Eier), mit Fruchteinlage und problemlos laktosefrei abwandelbar. Und das Ergebnis hat 100% überzeugt. Saftig, weich, lecker! Ideale Begleiter zum Frühstücks- oder Nachmittagstee oder als Einwohner einer Bento-Box. Nach dem Auskühlen in Frischhaltefolie gewickelt und kühl aber nicht im Kühlschrank aufbewahrt sind die kleinen Kuchen auch noch am nächsten Tag fluffig und saftig.
Auch die möglichen Füllungen haben meinen Spieltrieb geweckt: Mohn, Nüsse, Trockenfrüchte und alles was frühlingshafte Obstkörbe anbieten, wird im Geiste bereits auf Kombinierbarkeit und Genussfaktor untersucht. Die Lunchboxen der nächsten Wochen sind gesichert.
Als Formen bieten sich natürlich Silikon-Muffinförmchen an, kleine Soufflé- oder Mini-Ramequin-Förmchen funktionieren auch prima und sehen etwas edler aus. Nach dem Auskühlen lassen sich die Küchlein selbst aus ungefetteten Förmchen einfach lösen, Ängstliche benutzen Papier-Muffin-Förmchen.
Schon wieder Blogevent-Einsendeschluss! Und schon wieder gibts asiatisch angehauchte Teigtaschen mit Füllung. Diesmal aber aus Hefeteig und gedämpft! Und passend zum Blogevent schneeweiß.
Baozi sind eigentlich nichts anderes als gedämpfte Hefeknödel / Brötchen mit Füllung. Gedämpfte Brötchen aus Hefeteig ohne Füllung heißen in China Mantou und dienen oft als Sättigungsbeilage in Gegenden, in denen eher Weizen als Reis angebaut wird; andere asiatische Küchen kennen diese Zubereitungsart allerdings auch.
Herzhaft gefüllte Hefebrötchen sind mir das erste Mal bei einer leicht japan- und animeverrückten Bekannten als "Nikuman" über den Weg gelaufen, allerdings waren diese damals nicht gedämpft, sondern mangels Kochutensilien im Ofen gebacken. Gedämpft sind sie allerdings viel leckerer!
Wenn man die typischen Bambusdämpfer nicht hat, kann man sich einfach mit einem Dünsteinsatz für Gemüse (erhältlich z.B. beim großen schwedischen Möbelhaus) und einer großen (unbeschichteten) Pfanne behelfen, das klappt genau so gut und man hat die Sauerei beim Einweichen nicht. ;) Ein wenig Backpapier als Zwischenlage und ein nicht zu flacher Deckel und die Baozi-Dämpferei kann losgehen.
Liest man sich etwas durch die Rezepte im Netz, so fällt auf, dass eigentlich alles rein darf, was gefällt. Sowohl süße Varianten mit Lotus- oder rote Bohnenpaste etc. als auch herzhafte; ich mag Rind- oder Geflügelhack mit verschiedenen Gemüsen, Knoblauch und Ingwer. Ich habe vor einiger Zeit eine chinesische Gewürzmischung eines bekannten deutschen ex-Gastronomen und "Gewürzmüllers" geschenkt bekommen, die macht sich in der Fülle ganz gut (besteht laut Etikett aus Röstzwiebel, schwarzem Pfeffer, Knoblauch, Thai-Chilies, Szechuanpfeffer, Paprikaflocken, Süßholz, Ingwer, Sternanis, Koriander, Fenchelsaat, Zimtblüten, Zitronengras, Curryblättern, Kardamom, Bird Eye Chilis und Gewürznelken und wäre mir zum selbst kaufen vermutlich zu teuer. ;) ).
Zu eiskalten Pizzen in Wagenradgröße (mit Hackbällchen!) zum Frühstück in einem schäbigen L.A. Airport Hotel. Nach New York, zum zweitbesten Steak meines Lebens, mit Süßkartoffelpüree, Zwiebelringen und Ofenkartoffeln. Zu unanständig großen, selbst zusammengebauten Sandwiches in irgendeinem Nationalpark im mittleren Westen, garniert mit Nachos und scharfem Käsedip. Und hinterher Marshmallows überm Lagerfeuer halb angekokelt und cremig, aufgespießt an dekonstruierten Drahtkleiderbügeln. Zu einem riesenhaften und supersaftigen Schweinebraten, der in einer backyard in Modesto, CA den ganzen Tag über vor sich hin grillt und abends die gesamte Familie samt Cousins und Cousinen plus ein Wohnmobil voller Freunde bis zur Unbeweglichkeit sättigt. Zu dem Pfund frischer Garnelen aus der Markthalle in Barcelona, auf dem winzigen Tischchen eines Hotelzimmers gepult oder bei einem Picknick im Park Güell, mit trockenem Weißbrot und katalanischem Käse hinterher. Zu in saurer Sahne erfolgreich ertränkten Pierogi, gefüllt mit Kartoffeln und Kraut, nebenan ein Tässchen Barszcz in der Mensa der Breslauer Uni. Zu einer Seezunge, die links und rechts über einen ohnehin schon viel zu großen Teller in einem winzigen, von Einheimischen geführten kanarischen Restaurant hängt und keinen Platz mehr für die in Meersalz gekochten Kartöffelchen lässt. Und schließlich Tessiner Schnitzel, das ich mit dem einen Urlaub in Südtirol verbinde, bei dem ich Schwimmen gelernt habe. Tomatiger Käseschnitzelmatsch. Irgendwie seltsam und sehr 80er Touristenklitsche, aber irgendwie auch gut.
Aber eigentlich machen die Menschen, die man mit diesen Urlaubs-Essen verbindet, erst den Reiz dieser Erinnerungen aus.
Eigentlich sollte an dieser Stelle eine supersaftige Schokoladentarte mit Birnen das kochtopf-Jubiläumsdesserbuffet zieren, leider hatte eine spontan ins Esszimmer eingefallene Ameisenkolonie andere Pläne, als mir die Tarte mit einem Rest an Fotogenität zu überlassen. Vermutlich haben ziemlich viele Ameisenbabies gerade einen Zuckerschock. Ich habe wirklich noch niemals so viele Ameisen auf einer Tortenplatte versammelt gesehen. Zum Glück hatten wir vor der geplanten Fotoaktion schon von der Tarte gekostet und sie für sehr wiederbackenswert befunden, war bestimmt nicht die letzte Gelegenheit sie vor die Linse zu bekommen.
Eine ganz andere Geschichte ist dieses leckere 2-Minuten-Eis. Ich habe mich bislang immer vor der Anschaffung einer Eismaschine gedrückt, es ist ja ohnehin so wenig Platz und ausserdem macht soviel Eis nur dick! Denkste! Das hier braucht weder eine Eismaschine, noch schlägt es signifikant auf der Zucker-/Fettlinie zu, was dem cremigen und nicht zu süßen Geschmack allerdings nicht schadet.
Für das Eis werden einfach gefrorene Früchte mit Magerquark und Süßungsmitteln der Wahl zusammen püriert. Fertig. Zeitaufwand bewegt sich tatsächlich in der Gegend von 2 Minuten, nur das Spülen dauert länger. Das Eis ist wirklich sehr cremig, sollte dann allerdings auch nicht zu lange stehen, sonst wirds allzucremig. Mit Joghurt wäre es bestimmt auch lecker, etwas süßer und vermutlich auch flüssiger, aber ich mag den leicht quarkigen Geschmack. Wird im Sommer bestimmt ein Dauerbrenner!
Bei uns sind Wespennester eigentlich typische Weihnachtsplätzchen die "unterm Jahr" so nicht gebacken werden. Dank einer anderen weihnachtlichen Backaktion hatte ich aber Eiweiße übrig, was für eine Gelegenheit!
Ich liebe diese Plätzchen und könnte eine halbe Dose auf einmal essen, leider waren diese dann größtenteils doch nicht für den Eigengebrauch bestimmt; ein Verunglücktes konnte ich mir aber retten.
Je nach Backdauer kann man das Innenleben der kleinen Baisers von knusprig-bröselig bis weich-zäh mit knusprigem Äußeren bestimmten, da ist dann etwas Übung und Fingerspitzengefühl gefragt. Ich mag sie am liebsten wenn sie noch ein kleines bisschen weich sind.
Natürlich kann man die Wespennester auch mit anderen Nüssen oder Kernen zubereiten, aber geröstete Mandeln.. mmmh..
Das Rezept ist zwar nicht übermäßig zitronenzentriert, aber wenn man 1-2 weg bekommen muss, passt es super. Trotzdem vielleicht ein wenig hilfreich für Zorras Zitronenschwemme?
Zitrone, Apfel und Senf ergeben eine angenehm süß-säuerlich-scharfe Mischung, gedünstete Karotten mit Currypulver und Koriander passen wunderbar dazu.
This recipe is not overly lemon-centered, yet helpful if you need to get rid of one or two of them. I hope this is a little helpful for Zorra's lemon glut?
The mix of lemon, apple and mustard results in a sweet-sour-tangy taste that goes really well with braised carrots, spiced with curry powder and coriander seeds.
Keine aussergewöhnliche Schönheit aber eine dankbare Reste- und Tiefkühlkostverwertung ist der Hackfleischeintopf den es hier immer gibt wenn es schnell gehen soll und gerade nichts besonderes im Kühlschrank ist. Auf der Basis von Hackfleisch und Kartoffeln mit wechselndem Gemüse gibt es so ein leckeres, variables comfort food für ekliges Graupelwetter. Lieblingsgemüse zum mitverkochen sind Karotten, Zucchini, Paprika.
Evi zu Wenn ich groß bin ... Wed, 11.08.2010 08:49 Hehe, sehr gut! Ich bin dann
mal im Suq!
Ich dachte ja eher an ein
gemütliches Homeoffice mit
Internetversandhandel. [...]
Anne zu Wenn ich groß bin ... Tue, 10.08.2010 12:43 Gute Idee, ich mache mit! Ich
kann mir dich da auch richtig
vorstellen: [...]
Evi zu Wenn ich groß bin ... Sat, 07.08.2010 17:29 Naja, das Einzige, was du
brauchst, ist Stauraum. Bei
den Gewürzen, von denen ich
weiß, dass wir vor dem
Verfallsdatum [...]
Evi zu Wenn ich groß bin ... Sat, 07.08.2010 17:12 Ach, ich finde die
Gewinnspanne bei Koriander
vollkommen ausreichend. Wenn
ich mich anstrenge, bekomme
ich vielleicht [...]
Henri zu Wenn ich groß bin ... Sat, 07.08.2010 15:31 Na dann macht man sich drei
kleine Töpfchen fertig - für
jedes Jahr der Haltbarkeit
eins - und verschenkt den Rest
[...]
nesrin zu Wenn ich groß bin ... Sat, 07.08.2010 14:24 Interessant. Aber Problem
liegt daran, dass wir 1 kilo
Gewürz für eine Familie sehr
viele Menge. Grüsse...
Barbara zu Wenn ich groß bin ... Sat, 07.08.2010 13:07 Noch mehr verdienst Du mit
besonderen Gewürzen wie
Vanille oder Safran.
zorra zu Burgerbasteln Sat, 07.08.2010 12:34 Hunger!!!!
Evi zu Burgerbasteln Thu, 05.08.2010 08:36 (ist erlaubt. )
Evi zu Fāmiàn - Bao-Teig Grundrezept nach Andrea Nguyen Thu, 05.08.2010 08:35 Freut mich! Andrea Nguyen
hat auch ein neues Buch (auf
Englisch) über die
vietnamesische Küche
generell. Vielleicht [...]
Evi zu Burgerbasteln Thu, 05.08.2010 08:32 Hauptsache irgendwas
kräftiges. Mit diesen
Plastikkäsen kann ich nicht
so.
Sus zu Burgerbasteln Mon, 02.08.2010 22:33 Gerade eben über diesen
Beitrag gestolpert: Den Burger
nehm' ich! Jetzt!
Liebe Grüße, Sus
(noch klammheimlich den [...]
Kommentare
Fri, 13.08.2010 17:37
hallo der luis ist einfach super habe als kind imer gern dise Filme geschaut, aber heute auch noch.. wollte dich [...]
Fri, 13.08.2010 13:36
Grüß dich Evi! Hier ist die Abstimmung und der Round [...]
Wed, 11.08.2010 08:49
Hehe, sehr gut! Ich bin dann mal im Suq! Ich dachte ja eher an ein gemütliches Homeoffice mit Internetversandhandel. [...]
Tue, 10.08.2010 12:43
Gute Idee, ich mache mit! Ich kann mir dich da auch richtig vorstellen: [...]
Sat, 07.08.2010 17:30
So oder so ähnlich ist der Plan.
Sat, 07.08.2010 17:29
Naja, das Einzige, was du brauchst, ist Stauraum. Bei den Gewürzen, von denen ich weiß, dass wir vor dem Verfallsdatum [...]
Sat, 07.08.2010 17:12
Ach, ich finde die Gewinnspanne bei Koriander vollkommen ausreichend. Wenn ich mich anstrenge, bekomme ich vielleicht [...]
Sat, 07.08.2010 15:31
Na dann macht man sich drei kleine Töpfchen fertig - für jedes Jahr der Haltbarkeit eins - und verschenkt den Rest [...]
Sat, 07.08.2010 14:24
Interessant. Aber Problem liegt daran, dass wir 1 kilo Gewürz für eine Familie sehr viele Menge. Grüsse...
Sat, 07.08.2010 13:07
Noch mehr verdienst Du mit besonderen Gewürzen wie Vanille oder Safran.
Sat, 07.08.2010 12:34
Hunger!!!!
Thu, 05.08.2010 08:36
(ist erlaubt.
Thu, 05.08.2010 08:35
Freut mich!
Thu, 05.08.2010 08:32
Hauptsache irgendwas kräftiges. Mit diesen Plastikkäsen kann ich nicht so.
Mon, 02.08.2010 22:33
Gerade eben über diesen Beitrag gestolpert: Den Burger nehm' ich! Jetzt! Liebe Grüße, Sus (noch klammheimlich den [...]