Als Tobias das Thema für den 10. mediterranen Kochevent "Slowenien" gepostet hatte, war nach kurzer Googelei klar, dass es die Idrijski Žlikrofi werden müssen. Meine ausdauernde Liebe zu gefüllten Teigtaschen aller Art hatte entschieden. ;)
Nachdem ich mittlerweile ordentlich vom Heißwasserteig, der für einige asiatische Dumplings verwendet wird, verwöhnt bin, war so ein "richtiger" Nudelteig mal wieder eine Freude für die Arme beim Kneten und Ausrollen. (Ich hätte immer noch gerne eine Küchenmaschine und wünsche mir hiermit noch eine Nudelmaschine dazu.)
Die Füllung für meine slowenischen Maultaschen orientiert sich nur bedingt am Original. Laut Amtsblatt der Europäischen Union sind nur Kartoffeln, Grieben oder geräuchterter Speck, Zwiebeln in festgelegten Verhältnissen und so viele Gewürze und Salz zulässig, bis ein "harmonisches Aroma" entsteht zulässig. Ich habe jedoch knallharte Resteküche gemacht und zwei einsame Wiener Würste als Fleischbeilage hergenommen. Zur Bindung des Teigs etwas Magerquark statt Fett. Ob die Žlikrofi jetzt noch Idrijski Žlikrofi heißen dürfen, darüber kann man streiten. Sie waren jedoch unglaublich lecker!
Heute morgen habe ich gesehen, dass Robert mir mit seinem Beitrag zum Blogevent zuvor gekommen ist. Merke: Posts nicht 4 Tage liegen lassen. ;) Wer die originalgetreue Variante mit vielen äußerst appetitanregenden Bildern sehen möchte, statte seinen Idrijski Žlikrofi mal einen Besuch ab. :)
Knödelzeit! Dank des wunderbaren "Asian Dumplings" von Andrea Nguyen habe ich nach einigen eigenen trial and error Experimenten den idealen Teig für gedämpfte sowie erst gebratene, dann gedämpfte asiatische Hefeknödel entdeckt. Ob mit Füllung oder ohne, das Teig-Grundrezept ist grandios. Einfache gedämpfte Brötchen kann man durch jiucai (chinesischen Schnittlauch / Schnittknoblauch) oder Frühlingszwiebelringe im Teig aufpeppen. Für Bao, Baozi, Mantou, Nikuman, Bánh bao, Siopao, Salapao und wie die regionalen Varianten alle heißen, ist der Teig wunderbar geeignet. Er ist sehr geschmeidig, gut zu formen und mit etwas Mehl wunderbar zu verarbeiten. Durch die Zugabe von sowohl Hefe als auch Backpulver wird der Teig besonders aromatisch, fluffig und bleibt dabei sehr zart.
Zum Ausrollen der Teigfladen kann ich ein asiatisches Nudelholz wärmstens empfehlen, unsere mitteleuropäische Variante ist eindeutig zu schwer und zu unhandlich für diese relativ kleinen Teile!
Als Füllung eignet sich alles, was beim Garen nicht zu sehr Flüssigkeit verliert. "Suppendes" Gemüse am besten vorher kurz blanchieren oder pfannenrühren oder mit Semmelbrösel in der Füllung gegensteuern. Hackfleisch kann sowohl roh als auch angebraten verwendet werden, es eignen sich jedoch auch klein geschnittene Bratenreste oder ähnliches. Hier ist mein erster verblogter Baozi-Versuch. Auch die Füllungen für Potstickers machen sich gut: Zitrone-Rind, Karotte-Zucchini-Rind.
Die nächsten Tage gibts die Baozi dann als Potstickers (erst gebraten, dann gedämpft) mit Schweinefleisch-Jiucai-Sesamöl-Füllung!
"Soufflé à la Pomme de Terre". Wer "Le Grand Restaurant", in Deutschland bekannt unter "Das große Restaurant" bzw. "Scharfe Kurven für Madame" (wer mir diesen Titel erklären kann, nur zu) kennt, wird bei diesen Worten schon das Grinsen anfangen, falls er einen einigermaßen de Funès kompatiblen Humor besitzt und den Film kennt.
Louis de Funès spielt Septime, den Chef des gleichnamigen Pariser Restaurants. Septime unterzieht Personal und Küche seines Restaurants gerne mal einem Qualitätscheck, wofür er sich in latent lächerliche Verkleidung wirft und im eigenen Restaurant Gast spielt. Schon allein diese Maskerade führt zu einigen durchaus amüsanten Szenen. Später kommt noch während des Essens im Restaurant, bei der "bombe surprise", ein südamerikanischer Staatschef abhanden und das Chaos im Restaurant ist perfekt.
Alles in Allem ist "Le Grand Restaurant" ein solider, netter, lustiger de Funès Film. Es gibt jedoch eine Szene, die wirklich zum Schießen komisch ist. Septime rezitiert für den deutschen Herrn Müller die Zutatenliste des Soufflé à la Pomme de Terre. Grandios. Voyez vous-même!
Super! Es gibt Kartoffelauflauf! Nachdem sich Monsieur Septime nicht zu einer vernünftigen Arbeitsanweisung hat hinreißen lassen, greife ich auf einen anderen ollen Franzosen zurück, Henri-Paul Pellaprat. War Der Große Pellaprat in den späten 1960ern und 70ern noch ein Buch, das jeder aufstrebende Kochlehrling im Regal zu haben hatte, ist es heutzutage nur noch antiquarisch zu beziehen. Zwar wird wirklich alles von der Pike auf erläutert, in ihrer Üppigkeit sind die Rezepte aber schon fast nicht mehr vertretbar. Jeder Kardiologe fällt vermutlich allein beim Durchlesen der Zutaten schon in Ohnmacht. Aber wir leiden ja gerne für die Kunst. Auch die großen Prunkbüffets und die kunstvoll verzierten Gerichte (viele Farbtafeln! Mayonnaise im Spritzbeutel!) wirken etwas antiquiert. Immerhin kann ich jetzt Pilze so beschnitzen, dass sie aussehen wie kleine Versionen der Turmdächer der Basilius-Kathedrale in Moskau. Wenn ich zuviel Zeit hätte, könnte ich die verschiedenen Garnituren auswendig lernen. Wer weiß wohl noch, wie "à l'amiral" geht? Ich jedenfalls weiß jetzt, dass Kartoffelauflauf à la Pellaprat zwar ganz nett ist, ich aber das nächste Mal wieder einen ganz profanen Kartoffelbrei mache. Auch mit Muskatnuss, HÄRRR MÜLLÄÄÄÄR!
Der in Deutschland eher unbekannte amerikanische Lyriker Billy Collins ist mir zum ersten Mal in einer Anthologie zur amerikanischen Literatur über den Weg gelaufen. Sein teils kritischer Blick auf den Alltag, oft verpackt in leichte, unbeschwerte Sprache und versehen mit einem Augenzwinkern, regt zum Nachdenken an oder verbreitet einfach nur eine angenehme Stimmung. In seinem Gedicht "Osso Buco" (Link zum englischen Original) schafft er es auf wunderbare Weise, diese beiden Aspekte zu verbinden. Für mich ist es ein Wohlfühlgedicht, das mich jedes Mal wieder in diese angenehme, vielleicht etwas übersättigte Atmosphäre eintauchen lässt, die ein reichhaltiges Abendessen hervorrufen kann. In Billy Collins Gedichten kann man versinken wie in einem guten Mahl. Sie sind "hospitable", wie er selbst sagt. Einladend, gastfreundlich, fast schon bewohnbar.
Es ist vermutlich etwas unüberlegt gewesen, mit einem Schmorgericht bis zu den heißesten Tagen des Jahres (31°C in der Wohnung, nach Sonnenuntergang, die Küche liegt ein paar Grad drüber) zu warten, aber das Thema "Kulinarisches aus Literatur und Film" des Blogevents dieses Monats ist nun mal im Hause kochen375 entstanden und wird von mir organisiert, da müssen wir jetzt durch. Immerhin blieb der Backofen aus. ;)
Für diejenigen, die sich in der englischsprachigen Originalversion des Gedichts nicht zurecht finden oder bei der Hitze ihre Gehirnwindungen für wichtigere Dinge verwenden wollen, habe ich versucht, es möglichst verlustfrei ins Deutsche zu übersetzen. Für den vollen Genuss empfehle ich jedoch wie immer das Original.
Osso Buco - Billy Collins
Ich liebe den Klang von Knochen gegen Teller
und das festungshafte Aussehen,
wie es vor mir liegt, inmitten eines Wallgrabens aus Risotto,
das Fleisch so weich wie das Bein eines Engels,
der eine Existenz allein in der Luft gelebt hat.
Und am besten überhaupt, das geheime Mark,
die eroberte Intimsphäre des Tiers,
die mit einem Messer geborgen wurde und heruntergeschluckt
mit kaltem, anregendem Wein.
Ich schwanke jetzt, in der Stunde nach dem Abendessen,
ein Bürger, zurückgelehnt in seinem Stuhl,
ein Wesen mit vollem Magen -
eine Sache, von der man in der Lyrik sonst nichts erfährt,
dieser Zufluchtsstätte von Hunger und Entbehrungen.
Sie wissen schon: Der strömende Regen, die Stiefel an der Tür,
kleine Vögel, die nach Beeren suchen im Winter.
Aber heute Abend hat der Löwe der Zufriedenheit
eine warme, schwere Pfote auf meine Brust gelegt
und ich kann nur meine Augen schließen und höre
die Trommeln des Wehklagens in der Ferne schlagen
und den Klang des Lachens meiner Frau
die am Telefon ist, nebenan,
die Frau, die das schmackhafte Osso Buco gekocht hat,
die dem Fleischer mit dem Finger die Stücke gezeigt hat, die sie wollte.
Sie, die mit ihrer weit entfernten Freundin spricht
während ich hier am Tisch verweile
mit einer heißen, geselligen Tasse Tee
und mich fühle wie einer der freundlichen Eingeborenen,
ein verlässlicher Führer, vielleicht sogar der Lieblingssohn des Häuptlings.
Irgendwo kriecht ein Mann einen steinigen Berghang hinauf
auf blutenden Knien und Handflächen, ein irischer Büßer
der den Fels der Welt in seinem Magen trägt;
und anderswo starren Menschen aller Nationen
sich gegenseitig über einen langen, leeren Tisch an.
Doch hier, die Kerzen verströmen ihren warmen Schein,
das selbe Licht bei dem Shakespeare und Izaac Walton geschrieben haben,
das Licht, das die Gesichter der Geschichte erleuchtet und verschleiert hat.
Nur jetzt ist es ein Schattenspiel auf blauen Tellern,
zerknitterten Servietten, gekreuzten Messern und Gabeln.
Bald wird einer von uns ins Bett gehen
und der andere wird folgen.
Dann gleiten wir unter die Oberfläche der Nacht
in Meilen von Wasser, treiben hinab und hinab
auf den dunklen, geräuschlosen Grund,
bis das Gewicht der Träume uns noch tiefer zieht,
unter den Schiefer und das Sedimentgestein,
unterhalb der Schichten von Hunger und Genuss,
hinein in die gebrochenen Knochen der Erde selbst,
hinein in das Mark des einzigen Platzes, den wir kennen.
Ich bin ja nun nicht so der Gärtner. Mein Balkon ist der sichere Pflanzentod, am Küchenfenster leiden der Rosmarin und seine Kumpels irgendwo zwischen Vertrocknen und Ersaufen. Was droht schlecht zu werden wird zügig vertilgt oder wenn's dann doch schon aus ist dem großen Gott der braunen Kräuter (vulgo: Biotonne) geopfert.
Um so erfreuter war ich, als mir nette Menschen einen kleinen Lavendelblumenstrauß zukommen haben lassen. Er war zwar eigentlich nur zum Ansehen und Beduften gedacht, auf Nachfrage aber als garantiert pestizidfrei ausgewiesen. Jetzt komm ich also doch noch mal zu einem Gärtnerblog-Event!
Eine winterliche Variante dieser köstlichen Zwiebelchen hatte ich bereits im noch bitterkalten März gemacht, mit hellem Essig und Lavendelblüten wird allerdings eine leichte, leckere Beilage zu Käse, Fleisch, Gegrilltem oder einfach ein sommerlicher Tapa daraus.
Aufwand: Minimal. - Wirkung: Grandios dank ganzheitlichem Ansatz unter Einsatz von Zucker und körperlicher Betätigung.
Für eine 18-19 cm Tarteform:
50 g Butter, geschmolzen
150 g Legendary Cookies (wahlweise auch dieses Industrieprodukt, Finger weg von Minze!)
200 g Magerquark
Milch zum Glattrühren (etwa soviel wie Quark)
200 g Beeren, frisch oder aufgetaut
flüssiges Süßungsmittel nach Bedarf (Agavendicksaft, Honig o.ä.)
Die Tarteform mit Frischhaltefolie auslegen. Wer das nicht tut, kratzt vor dem Genuss den Pie vom Boden ab, wie ich. Ist aber prima zum Abreagieren. Die Nerven und so.
Die Kekse in einen Kühlbeutel geben, diesen verschließen und mit einem Fleischklopfer oder Nudelholz zu relativ feinen Bröseln verarbeiten. Dabei ruhig ein bisschen die Welt verfluchen. Wieder gut zum Abreagieren.
Keksbrösel mit Butter zu Keksbröselmatsch verarbeiten, damit in der Tarteform einen Boden und die Wände formen und gut festdrücken, dann 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.
Für die Creme einfach den Quark mit der Milch glattrühren (dabei bedenken, dass die Beeren noch etwas Flüssigkeit abgeben beim Verrühren). Beeren unterrühren, je mehr desto rot. Nach Bedarf süßen. Die Pie-Schale aus der Form entfernen und von der Frischhaltefolie befreien, mit der Creme bestreichen und bei nervösen Zuständen sofort mindestens die Hälfte des Pies verdrücken. Der Rest hält sich noch für die Belohnung für's Durchstehen am nächsten Tag.
Diese Cantuccini sind nicht nur "Essen für unterwegs", sie waren sogar "Essen unterwegs". Ein Kekshaufen geht auf Reisen. ;)
Die liebe Jana hat neulich ausgelesene Bücher unters Volk verteilt. Ich erspähte "Julie & Julia", das Buch der Bloggerin Julie über ein Jahr mit Julia ChildsRezepten. Das Buch war schon auf meiner "liest du, wenn du wieder Zeit hast zu lesen was du willst"-Liste und Janas Posting war die schöne Gelegenheit "Hier!" zu rufen. Jana war vom Buch nicht so begeistert, ich werde mir Ende nächster Woche anfangen ein Bild zu machen.
Im Austausch für das Buch bekamen Jana und ihre beiden Männer eine große Schachtel voller Cantuccini geschickt. Die mürben, bröseligen, doppelt gebackenen Kekse sind wirklich traumhaft lecker und halten sich lange. Die Kombination aus leicht karamellisierter weißer Schokolade, süßsauren Cranberries, Mohn und Mandeln geben ihnen einen leicht sommerlichen Touch. Amaretto geht immer. Mit winterlichen Gewürzen (Zimt, Anis, Kardamom) und ganzen Mandeln werden sie zu einem klasse Wintergebäck. Ich mag sie pur zum Knabbern zwischendurch und zu Kaffee oder Tee. Sie sind robust und machen keine pappigen Finger. Ideal für unterwegs oder den Postweg! ;)
Der großen Marmorkuchenwelle reite ich etwas hinterher. "Grosis Marmorkuchen", eine Entdeckung von Frau Deichrunner, geistert seit '08 durch die Blogs und wird einem immer wieder unter die Nase gerieben. Gesehen habe ich ihn bisher bei Brot und Rosen, dem Kochfrosch, Ruby, Zorra und Claudia von Dolce. (Kein Anspruch auf Vollständigkeit.)
Ich erinnere mich auch noch an die staubigtrockene Marmorkuchen meiner Kindheit und bin froh, endlich das perfekte Rezept gefunden zu haben. Ein wirkliches Familienrezept für Marmorkuchen haben wir nicht, bei uns gab es zu Feierlichkeiten oder Geburtstagen meistens eher den äußerst leckeren, saftigen, original 70er Jahre Hauswirtschafslehre Nusskuchen. Marmorkuchen war meist eher auswärts anzutreffen, ist für mich also kein wirkliches Kindheitsessen.
Beim ersten Nachbacken dieses Kuchens war die Kombination von Billig-Form und Backspray leider keine gute Idee. Der Kuchen präsentierte sich beim Lösen aus der Form in mehreren Teilen. Geschmeckt hat er zwar, aufgeregt hat's mich doch. Gerade weil der Kuchen von allen Vorbäckerinnen für prima befunden wurde. Ordentlich gebuttert und bemehlt (und ohne neumodisches Sprühzeugs) hat er sich dann auch aus der Billigform stressfrei und vor allem am Stück entfernen lassen.
Grosis Marmorgugelhopf: Uneingeschränkter Nachbackbefeh! Keine weiteren Experimente. Danke Eva fürs bekannt machen!
Wie sagte neulich jemand? "Gib den Foodbloggern ein Thema und in kürzester Zeit hast du ein ganzes Kochbuch voller Variationen." Heute gibts Käsekuchen via Stephvia Chaosqueen nach der "Sweet Dreams" Bäckerei. Und weil einfach nur Käsekuchen ja langweilig ist und ein Mürbteigboden so lange dauert und ich mir nicht mal eben 1 Kilo Magerquark für den ganzen Kuchen aus dem Ärmel schütteln kann, der dann eh wieder nicht aufgegessen wird, sind die Küchlein winzig und bodenlos.
Eine kleiner Früchtecoulis passt bestimmt gut dazu und liefert noch eine extra süßsäuerliche Note und was fürs Auge. Die Törtchen kann ich mir da sehr gut als Nachtisch vorstellen.
Bei akutem Käsekuchenbedürfnis brauchts aber auch nichts dazu. Ich habe Stephs Rezept gesechstelt und testweise 4 Ramequins damit befüllt. 3 Förmchen wären vermutlich besser, bei vieren sind die Küchlein recht klein und nach 2 Happen verschwunden. Prima auch als Snack für unterwegs. Und soooo schrecklich gesund mit viel ButterZucker Magerquark!
Diesen leckeren, saftigen Vanille-Rhabarber-Kuchen habe ich beim Rhabarber-Rezepte-Stöbern bei der Hedonistin gefunden. Rhabarbermus, wie im Originalrezept, gabs keins, der ganze Rhabarber ging für den Kuchen drauf. Lecker wars trotzdem.
Den Rhabarber habe ich aus Platzgründen schon am Vortag abgezogen, in Stücke geschnitten, und mit etwas Zucker in einer Schüssel über Nacht im Kühlschrank Wasser ziehen lassen. Den Saft habe ich etwas eingekocht und zusammen mit Puderzucker zu einem rhabarberigen Zuckerguss verarbeitet und den Kuchen damit bepinselt. Sehr lecker und extra rhabarberig!
Für meine Gugelhupfform habe ich das doppelte Rezept gemacht, dabei ist der Kuchen etwas kompakt geworden. Ich vermute, es liegt an dem wenigen Ei, das dann bei der größeren Teighöhe nicht mehr reicht um die Fluffigkeit zu erhalten. Nächstes Mal also gleiches Rezept und normale Springform.
Bei Einfach Guad gesehen, spontan dem sowieso schon latenten Bagelhunger nachgegeben und dieses schnelle Rezept ausprobiert. Geschmack und Konsistenz sind nett, das Aroma ist meiner Meinung nach bei länger gegangenen Bagels besser. Wenn einem morgens allerdings einfällt, dass man zum Mittag gerne Bagels hätte, ist diese Version prima.
Den Tipp mit dem Honig im Pochierwasser habe ich von einer Freundin. Ich habe welche mit und welche ohne Honig im Wasser pochiert und keinen wirklichen Unterschied feststellen können. Angeblich würde die Kruste schöner mit Honig.
Die Knödelmanie hat uns vollends in Besitz genommen. Meine Ausroll-, Falt- und Bratkünste werden so langsam wirklich zufriedenstellend. Wobei das schöne an den Dingern ja ist, dass sie selbst, wenn sie missraten aussehen, immer noch traumhaft schmecken!
Natürlich kann man auch die fertig gekauften Teighüllen für jiaozi / guotie / (yaki) gyoza kaufen, aber mit etwas Übung, dem richtigen Nudelholz und dem richtigen Teig geht das Ausrollen schnell von der Hand, die Kruste ist viel schöner und man ist nicht von der Tiefkühlabteilung des asiatischen Supermarkts abhängig. Wenns richtig schnell gehen soll, schlagen die gekauften Hüllen natürlich die selbstgemachten. ;)
Beim Durchblättern einiger verstaubter G+U Rezepthefterl à la XY Blitzmenüs fiel mir in den "asiatischen Blitzmenüs" ein Rezept für gedämpfte Rinderhackbällchen mit Limette auf. Nachdem keine ungespritzte Limette aufzutreiben war, habe ich sie kurzerhand durch Zitrone ersetzt, das Rezept halbiert und als Dumplingfüllung herangezogen. Passt wunderbar! Der Dip, der zu den Hackbällchen empfohlen wird, vereint Wasabi, Sojasoße, Ingwer und Limette/Zitrone und ist, naja, ungewöhnlich. Ich bin mir nicht sicher ob ich ihn nochmal machen würde, er war zwar "interessant", aber als lecker würde ich ihn nicht zwingend bezeichnen. Möge jeder selbst entscheiden.
Dieses Rezept müsste das erste sein, das ich aus diesem Buch jemals nachgekocht habe. Ein perfekter Kandidat für DKduW! Es sind einige nette Ideen darin, es ist jedoch mehr ein Rezeptheftchen mit asiatisch angehauchten Gerichten für den europäischen Gaumen neu interpretiert. Erklärungen zu den Rezepten bezüglich Land, Ursprung o.ä. fehlen ("Asien" ist groß), nette Anregungen sind aber durchaus vorhanden. Generelle Tips zur Küche und Warenkunde wird oberflächlich auf jeweils einer Doppelseite abgehandelt. Für 7,50 Euro im Vergleich zu anderen Kochbüchern ziemlich überteuert, es war allerdings ein Geschenk, gekauft hätte ich es mir, denke ich, nicht. Die Bilder sind zwar hübsch und appetitlich angerichtet, aber das wars dann auch schon.
Sinnvoller zum Hineinschnuppern in die asiatische Küche ist z.B. das gut gemachte "große Buch der asiatischen Küche", leider mittlerweile vergriffen, von Könemann. (Eventuell unter anderem Namen neu aufgelegt.) Die Tips- und Warenkundeseiten sind gut, ausführlich und auf die Rezepte ausgerichtet, die Rezepte sind nach Länderküchen aufgeteilt und neben den Rezepten finden sich immer wieder Tips und Tricks zu Zutaten und Garmethoden. Vom eyecandy-Faktor her ist das Buch zwar etwas "90er", ich würde es mir aber jederzeit wieder kaufen.
Es wird weitergefenchelt! Als Beilage zum Ofen-Camembert gab es diesen leckeren lauwarmen Salat aus gebratenem Fenchel und trocken eingelegten Kräuteroliven, darüber eine aromatisierte Balsamicoreduktion. Lorbeerblätter, Nelken und Pfefferkörner geben dem Balsamico zusätzlich etwas Pfiff*, das Ganze passt gut zu dem eher kräftigen Fenchel und den mit Knoblauch, Basilikum, Fenchelsaat und Rosmarin eingelegten Oliven.
Leider wurde Balsamicocreme zwischendurch in jeder besseren Dorfgaststätte über jeden Tellerrand und jedes Billigvanilleeis mit Erdbeeren geklatscht ohne einen Gedanken über die sinnvolle Verwendung zu verschwenden. In den wenigsten Fällen hat dieses Produkt in den Gerichten wirklich ein Existenzrecht.
Für winzige Fläschchen der Modezutat Balsamicocreme dann 5-10 Euro auszugeben, geht mir gegen den Strich; dabei ist selbst einkochen in der benötigten Menge Balsamicoreduktion ein Kinderspiel. Vor allem, da häufig irgendwelche unnötigen Verdickungsmittel, Antioxidationsmittel etc. in den Fertigprodukten enthalten sind. Irgendwo habe ich neulich sogar Laktose als Inhaltsstoff gesehen. Selbst ein Schuhbeck verkauft online derartige Plörre unter seinem Namen mit "natürlichen Aromen" obendrauf. Schöne Lebensmittelchemie.
* "Pfiff" bzw. "pfiffig" ist ein grausames Friseurinnenwort. In die gleiche Kategorie gehören "peppig", "fetzig", "frech". Verwendet die mich zu beschnippeln habende Friseurin eines dieser Wörter, schleicht sich bei mir ein ungutes Gefühl ein, das drohendes haariges Unheil verheißt. Falls ich kann da noch keine Haarwäscherin Hand an den prachtvollen Wuchs an meinem Kopf gelegt hat, verdrücke ich mich unter Vortäuschung eines eiligen Termins aus dem Salon. Zu tief sind die Narben in meiner Seele, die von "pfiffigen", "peppigen", "fetzigen" oder "frechen" Frisuren aus meiner Kindheit und Junged rühren. Als Beschreibung für das gewisse Etwas eines Gerichts oder einer Zutat, ist "pfiffig" allerdings durchaus erlaubt und verursacht keinerlei Fluchtreflex.
(Rohmilchcamembert aus Isigny, 20 Minuten bei 200°C gebacken, vorher mit etwas Olivenöl beträufeln, getrockneten Rosmarin darüberstreuen und geschnittene Knoblauchzehe darauf verteilen.)
Evi zu Wenn ich groß bin ... Wed, 11.08.2010 08:49 Hehe, sehr gut! Ich bin dann
mal im Suq!
Ich dachte ja eher an ein
gemütliches Homeoffice mit
Internetversandhandel. [...]
Anne zu Wenn ich groß bin ... Tue, 10.08.2010 12:43 Gute Idee, ich mache mit! Ich
kann mir dich da auch richtig
vorstellen: [...]
Evi zu Wenn ich groß bin ... Sat, 07.08.2010 17:29 Naja, das Einzige, was du
brauchst, ist Stauraum. Bei
den Gewürzen, von denen ich
weiß, dass wir vor dem
Verfallsdatum [...]
Evi zu Wenn ich groß bin ... Sat, 07.08.2010 17:12 Ach, ich finde die
Gewinnspanne bei Koriander
vollkommen ausreichend. Wenn
ich mich anstrenge, bekomme
ich vielleicht [...]
Henri zu Wenn ich groß bin ... Sat, 07.08.2010 15:31 Na dann macht man sich drei
kleine Töpfchen fertig - für
jedes Jahr der Haltbarkeit
eins - und verschenkt den Rest
[...]
nesrin zu Wenn ich groß bin ... Sat, 07.08.2010 14:24 Interessant. Aber Problem
liegt daran, dass wir 1 kilo
Gewürz für eine Familie sehr
viele Menge. Grüsse...
Barbara zu Wenn ich groß bin ... Sat, 07.08.2010 13:07 Noch mehr verdienst Du mit
besonderen Gewürzen wie
Vanille oder Safran.
zorra zu Burgerbasteln Sat, 07.08.2010 12:34 Hunger!!!!
Evi zu Burgerbasteln Thu, 05.08.2010 08:36 (ist erlaubt. )
Evi zu Fāmiàn - Bao-Teig Grundrezept nach Andrea Nguyen Thu, 05.08.2010 08:35 Freut mich! Andrea Nguyen
hat auch ein neues Buch (auf
Englisch) über die
vietnamesische Küche
generell. Vielleicht [...]
Evi zu Burgerbasteln Thu, 05.08.2010 08:32 Hauptsache irgendwas
kräftiges. Mit diesen
Plastikkäsen kann ich nicht
so.
Sus zu Burgerbasteln Mon, 02.08.2010 22:33 Gerade eben über diesen
Beitrag gestolpert: Den Burger
nehm' ich! Jetzt!
Liebe Grüße, Sus
(noch klammheimlich den [...]
Kommentare
Fri, 13.08.2010 17:37
hallo der luis ist einfach super habe als kind imer gern dise Filme geschaut, aber heute auch noch.. wollte dich [...]
Fri, 13.08.2010 13:36
Grüß dich Evi! Hier ist die Abstimmung und der Round [...]
Wed, 11.08.2010 08:49
Hehe, sehr gut! Ich bin dann mal im Suq! Ich dachte ja eher an ein gemütliches Homeoffice mit Internetversandhandel. [...]
Tue, 10.08.2010 12:43
Gute Idee, ich mache mit! Ich kann mir dich da auch richtig vorstellen: [...]
Sat, 07.08.2010 17:30
So oder so ähnlich ist der Plan.
Sat, 07.08.2010 17:29
Naja, das Einzige, was du brauchst, ist Stauraum. Bei den Gewürzen, von denen ich weiß, dass wir vor dem Verfallsdatum [...]
Sat, 07.08.2010 17:12
Ach, ich finde die Gewinnspanne bei Koriander vollkommen ausreichend. Wenn ich mich anstrenge, bekomme ich vielleicht [...]
Sat, 07.08.2010 15:31
Na dann macht man sich drei kleine Töpfchen fertig - für jedes Jahr der Haltbarkeit eins - und verschenkt den Rest [...]
Sat, 07.08.2010 14:24
Interessant. Aber Problem liegt daran, dass wir 1 kilo Gewürz für eine Familie sehr viele Menge. Grüsse...
Sat, 07.08.2010 13:07
Noch mehr verdienst Du mit besonderen Gewürzen wie Vanille oder Safran.
Sat, 07.08.2010 12:34
Hunger!!!!
Thu, 05.08.2010 08:36
(ist erlaubt.
Thu, 05.08.2010 08:35
Freut mich!
Thu, 05.08.2010 08:32
Hauptsache irgendwas kräftiges. Mit diesen Plastikkäsen kann ich nicht so.
Mon, 02.08.2010 22:33
Gerade eben über diesen Beitrag gestolpert: Den Burger nehm' ich! Jetzt! Liebe Grüße, Sus (noch klammheimlich den [...]