Thursday, 27. May 2010
Altenburger Ziegenkäse heißt zwar Ziegenkäse, besteht aber nur zu 15% aus Ziegenmilch. Pasteurisierter Ziegenweichkäse, der nur zu 15% aus Ziegenmilch besteht, schmeckt nach pasteurisiertem Kuhweichkäse (Typ 50 Pfennig) und selbst das ist nicht viel. Als Besonderheit enthält der Altenburger Ziegenkäse Kümmel. Davon eine ganze Menge. Wenn man auf Kümmel nun nicht so steht und diesen - wenn überhaupt - am ehesten im Sauerkraut, Brot oder Harzer Käse runterbekommt, sollte man vom Altenburger Ziegenkäse dringend die Finger lassen. Da hilft auch "handgekäst" und die geschützte Ursprungsbezeichnung nicht. Fader pasteurisierter Käse mit Kümmel. Mäh. (Hey, ganz ohne Zonenwitze!)
Aber wie sagt der Franke so schön? Der Hunger drreibds nei.
Notiz an mich: Nur weil da "Ziegenkäse - Diese Woche im Angebot!!!" steht und Ziegenweichkäse gerade ganz oben auf der Habenhabenhaben-Liste steht, sollte man das übliche Verpackunglesen bei unbekannten Produkten nicht vernachlässigen.
Tuesday, 25. May 2010
Diesen leckeren, saftigen Vanille-Rhabarber-Kuchen habe ich beim Rhabarber-Rezepte-Stöbern bei der Hedonistin gefunden. Rhabarbermus, wie im Originalrezept, gabs keins, der ganze Rhabarber ging für den Kuchen drauf. Lecker wars trotzdem.
Den Rhabarber habe ich aus Platzgründen schon am Vortag abgezogen, in Stücke geschnitten, und mit etwas Zucker in einer Schüssel über Nacht im Kühlschrank Wasser ziehen lassen. Den Saft habe ich etwas eingekocht und zusammen mit Puderzucker zu einem rhabarberigen Zuckerguss verarbeitet und den Kuchen damit bepinselt. Sehr lecker und extra rhabarberig!
Für meine Gugelhupfform habe ich das doppelte Rezept gemacht, dabei ist der Kuchen etwas kompakt geworden. Ich vermute, es liegt an dem wenigen Ei, das dann bei der größeren Teighöhe nicht mehr reicht um die Fluffigkeit zu erhalten. Nächstes Mal also gleiches Rezept und normale Springform.
"Rhabarber-Vanille-Kuchen" vollständig lesen
Thursday, 20. May 2010
Bei Einfach Guad gesehen, spontan dem sowieso schon latenten Bagelhunger nachgegeben und dieses schnelle Rezept ausprobiert. Geschmack und Konsistenz sind nett, das Aroma ist meiner Meinung nach bei länger gegangenen Bagels besser. Wenn einem morgens allerdings einfällt, dass man zum Mittag gerne Bagels hätte, ist diese Version prima.
Den Tipp mit dem Honig im Pochierwasser habe ich von einer Freundin. Ich habe welche mit und welche ohne Honig im Wasser pochiert und keinen wirklichen Unterschied feststellen können. Angeblich würde die Kruste schöner mit Honig.
Nächstes mal wieder ein Rezept mit langer Gehzeit, wie bei Küchenlatein neulich. :)
"Schnelle Bagels" vollständig lesen
Monday, 17. May 2010
Die Knödelmanie hat uns vollends in Besitz genommen. Meine Ausroll-, Falt- und Bratkünste werden so langsam wirklich zufriedenstellend. Wobei das schöne an den Dingern ja ist, dass sie selbst, wenn sie missraten aussehen, immer noch traumhaft schmecken!
Natürlich kann man auch die fertig gekauften Teighüllen für jiaozi / guotie / (yaki) gyoza kaufen, aber mit etwas Übung, dem richtigen Nudelholz und dem richtigen Teig geht das Ausrollen schnell von der Hand, die Kruste ist viel schöner und man ist nicht von der Tiefkühlabteilung des asiatischen Supermarkts abhängig. Wenns richtig schnell gehen soll, schlagen die gekauften Hüllen natürlich die selbstgemachten. ;)
 Beim Durchblättern einiger verstaubter G+U Rezepthefterl à la XY Blitzmenüs fiel mir in den "asiatischen Blitzmenüs" ein Rezept für gedämpfte Rinderhackbällchen mit Limette auf. Nachdem keine ungespritzte Limette aufzutreiben war, habe ich sie kurzerhand durch Zitrone ersetzt, das Rezept halbiert und als Dumplingfüllung herangezogen. Passt wunderbar! Der Dip, der zu den Hackbällchen empfohlen wird, vereint Wasabi, Sojasoße, Ingwer und Limette/Zitrone und ist, naja, ungewöhnlich. Ich bin mir nicht sicher ob ich ihn nochmal machen würde, er war zwar "interessant", aber als lecker würde ich ihn nicht zwingend bezeichnen. Möge jeder selbst entscheiden.
Dieses Rezept müsste das erste sein, das ich aus diesem Buch jemals nachgekocht habe. Ein perfekter Kandidat für DKduW! Es sind einige nette Ideen darin, es ist jedoch mehr ein Rezeptheftchen mit asiatisch angehauchten Gerichten für den europäischen Gaumen neu interpretiert. Erklärungen zu den Rezepten bezüglich Land, Ursprung o.ä. fehlen ("Asien" ist groß), nette Anregungen sind aber durchaus vorhanden. Generelle Tips zur Küche und Warenkunde wird oberflächlich auf jeweils einer Doppelseite abgehandelt. Für 7,50 Euro im Vergleich zu anderen Kochbüchern ziemlich überteuert, es war allerdings ein Geschenk, gekauft hätte ich es mir, denke ich, nicht. Die Bilder sind zwar hübsch und appetitlich angerichtet, aber das wars dann auch schon.
Sinnvoller zum Hineinschnuppern in die asiatische Küche ist z.B. das gut gemachte "große Buch der asiatischen Küche", leider mittlerweile vergriffen, von Könemann. (Eventuell unter anderem Namen neu aufgelegt.) Die Tips- und Warenkundeseiten sind gut, ausführlich und auf die Rezepte ausgerichtet, die Rezepte sind nach Länderküchen aufgeteilt und neben den Rezepten finden sich immer wieder Tips und Tricks zu Zutaten und Garmethoden. Vom eyecandy-Faktor her ist das Buch zwar etwas "90er", ich würde es mir aber jederzeit wieder kaufen.
"Zitronen-Rind-Potstickers" vollständig lesen
Saturday, 15. May 2010
"Asian Dumplings" von Andrea Nguyen ziert seit neuestem mein Kochbuchregal. (Leider nur auf Englisch erhältlich.) Frau Nguyen war so freundlich, zum Buch direkt eine Webseite zu erstellen, mit Videos zum richtigen Teig ausrollen, verschiedenen Falttechniken etc. Dort habe ich auch den Tip mit dem Nudelholz gefunden.
Das "normale" deutsche Nudelholz ist für kleine Teilchen wie die Teighüllen für asiatische Klößchen zu groß und unhandlich, beim Ausrollen von größeren Mengen Teig wird einem so schnell der Arm lahm. Die Lösung sind einfache Rundhölzer, ähnlich den simplen italienischen Nudelhölzern zur Pastaherstellung, in Länge und Dicke nach Geschmack. Da unser asiatischer Supermarkt hier keine Nudelhölzer führt und das einzige, das auf die Schnelle bei Amazon zu sichten war, eine interessante Preiskalkulation hat, habe ich mich für die Baumarkt-Lösung entschlossen.
Nguyen empfiehlt ca. 2 cm Durchmesser und 30 cm Länge für die Rollhölzer, ich habe 1 Meter Kiefernrundholz gekauft, 2 cm Durchmesser, Kostenpunkt 1,50 Euro inclusive Zuschnitt, dann nochmal 60 cent für ein gröberes und ein feineres Schleifpapier. Jetzt habe ich ein 20 cm Nudelhölzchen für die kleineren Teighüllen und ein 40 cm breites für Pizzateige u.ä. sowie ein 40 cm Stück als Reserve und Züchtigungsinstrument. Perfekt!
Friday, 14. May 2010
zwölf2010
Schietwetter... Aber grün!
Friday, 7. May 2010
Es wird weitergefenchelt! Als Beilage zum Ofen-Camembert gab es diesen leckeren lauwarmen Salat aus gebratenem Fenchel und trocken eingelegten Kräuteroliven, darüber eine aromatisierte Balsamicoreduktion. Lorbeerblätter, Nelken und Pfefferkörner geben dem Balsamico zusätzlich etwas Pfiff*, das Ganze passt gut zu dem eher kräftigen Fenchel und den mit Knoblauch, Basilikum, Fenchelsaat und Rosmarin eingelegten Oliven.
Leider wurde Balsamicocreme zwischendurch in jeder besseren Dorfgaststätte über jeden Tellerrand und jedes Billigvanilleeis mit Erdbeeren geklatscht ohne einen Gedanken über die sinnvolle Verwendung zu verschwenden. In den wenigsten Fällen hat dieses Produkt in den Gerichten wirklich ein Existenzrecht.
Für winzige Fläschchen der Modezutat Balsamicocreme dann 5-10 Euro auszugeben, geht mir gegen den Strich; dabei ist selbst einkochen in der benötigten Menge Balsamicoreduktion ein Kinderspiel. Vor allem, da häufig irgendwelche unnötigen Verdickungsmittel, Antioxidationsmittel etc. in den Fertigprodukten enthalten sind. Irgendwo habe ich neulich sogar Laktose als Inhaltsstoff gesehen. Selbst ein Schuhbeck verkauft online derartige Plörre unter seinem Namen mit "natürlichen Aromen" obendrauf. Schöne Lebensmittelchemie.
* "Pfiff" bzw. "pfiffig" ist ein grausames Friseurinnenwort. In die gleiche Kategorie gehören "peppig", "fetzig", "frech". Verwendet die mich zu beschnippeln habende Friseurin eines dieser Wörter, schleicht sich bei mir ein ungutes Gefühl ein, das drohendes haariges Unheil verheißt. Falls ich kann da noch keine Haarwäscherin Hand an den prachtvollen Wuchs an meinem Kopf gelegt hat, verdrücke ich mich unter Vortäuschung eines eiligen Termins aus dem Salon. Zu tief sind die Narben in meiner Seele, die von "pfiffigen", "peppigen", "fetzigen" oder "frechen" Frisuren aus meiner Kindheit und Junged rühren. Als Beschreibung für das gewisse Etwas eines Gerichts oder einer Zutat, ist "pfiffig" allerdings durchaus erlaubt und verursacht keinerlei Fluchtreflex.
"Lauwarmer Fenchelsalat mit Balsamicoreduktion" vollständig lesen
Tuesday, 4. May 2010
Ohne Schnickschnack und Panade. Dazu Schwarzbrot und warmer Fenchelsalat. Danke für die Idee, Steph!
( Rohmilchcamembert aus Isigny, 20 Minuten bei 200°C gebacken, vorher mit etwas Olivenöl beträufeln, getrockneten Rosmarin darüberstreuen und geschnittene Knoblauchzehe darauf verteilen.)
Saturday, 1. May 2010
Ich bin ein Schussel vor dem Herrn. Wirklich. Dabei ist meine Hand-Auge-Koordination eigentlich ganz in Ordnung. Hey, ich kann jonglieren! Nur manchmal oft sehe ich das Hindernis und bleibe mit den Händen trotzdem dran hängen und verschütte, kippe um, verbrenne mich, etc.
Eigentlich war also für das Wochenende eine strenge Kuchenabstinenz geplant. Und dann habe ich im Großhandel eine Packung Eier schwungvoll kopfüber in meinen Einkaufswagen geleert. Bilanz: vier verletzte, keine Toten, sechs Eier konnten unversehrt entkommen. Nachdem ich die vier Eier dann zwar mit Sprüngen, aber noch ungeöffnet nach Hause geschafft hatte, war klar: Die müssen heute noch weg. Zum Glück habe ich auch einen 5 Kilo Sack Möhren gekauft. Juhu, es gibt Karottenkuchen!
Zorra hat passenderweise gerade das Brunch zum Jubiläumsblogevent ausgerufen, da findet dieser relativ leichte Kuchen (mit Gemüse! gesund! Vitamine!) sicher auch sein Plätzchen. Wir essen ihn gerne zum Frühstück oder einem faulen Sonntagnachmittagsmittagessen /-kaffee. Das bisher leckerste Karottenkuchenrezept, das ich gefunden habe, ist dieses von The Pioneer Woman. Ich hatte schon einige andere Rezepte probiert, aber dieses besticht durch fluffige Saftigkeit, hat keine übermäßige Süße und ist wirklich schnell zusammengerührt. Der Zimt ist dabei nicht aufdringlich, sondern harmoniert wunderbar mit den Karotten. Auf keinen Fall weglassen!
Falls es etwas edler sein soll, kann man den Kuchen noch mit einem Frischkäse-Frosting überziehen, er wird dadurch allerdings deutlich süßer, für uns muss das nicht unbedingt sein. Unter der Kuchenglocke oder in Frischhaltefolie gewickelt hält sich der (ungefrostete) Carrot Cake einige Tage im Kühlschrank, da er nur mit Öl und ohne Butter zubereitet wird, bleibt er auch gekühlt weich und saftig. Bei Gelegenheit werde ich unser Karottenkuchen-Familienrezept vorstellen, das ist jedoch etwas ausgefallener und muss für mich unbedingt mit Guss und Marzipanmöhrchen als Deko sein, wie in den guten alten Zeiten. ;) Dieser amerikanische Karottenkuchen dagegen ist ein solider und leckerer Alltagskuchen.
Beim Durchstöbern der alten Blogevent-Themen ist mir gerade aufgefallen, dass ich bereits 2006 unter Pseudonym teilgenommen hatte, damals noch ohne eigene Domain und mit der ganzen Blog-Geschichte nicht so vertraut. Meine erste richtige Teilnahme war dann am Apple Day, die Ähnlichkeit zum diesmal bereits präsentierten Fenchel-Gurke-Mango-Salat mit dem Fenchensalat mit Apfel ist rein zufällig und nicht beabsichtigt. Das erste "richtige" monatliche Blogevent wäre die Bistro-Küche mit endives au jambon gewesen, wenn ich nicht den Abgabetermin um einen Tag verpasst hätte. So wars dann erst das 3-Jahres-Jubiläum mit dem Thema "cake". Die Erkenntnis: Ich muss mal wieder Chiffon Cake backen. Und bei Zorra, für die Organisation, Ausrichtung und Delegierung dieser schönen Blogeventreihe, sowie all den Gast-Ausrichtern, die leider oftmals nicht als solche wahrgenommen werden, herzlich "Dankeschön!" sagen. Dankeschön!
"Amerikanischer Karottenkuchen (Sigrid's Carrot Cake)" vollständig lesen
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Kommentare
Fri, 13.08.2010 17:37
hallo der luis ist einfach super habe als kind imer gern dise Filme geschaut, aber heute auch noch.. wollte dich [...]
Fri, 13.08.2010 13:36
Grüß dich Evi! Hier ist die Abstimmung und der Round [...]
Wed, 11.08.2010 08:49
Hehe, sehr gut! Ich bin dann mal im Suq! Ich dachte ja eher an ein gemütliches Homeoffice mit Internetversandhandel. [...]
Tue, 10.08.2010 12:43
Gute Idee, ich mache mit! Ich kann mir dich da auch richtig vorstellen: [...]
Sat, 07.08.2010 17:30
So oder so ähnlich ist der Plan.
Sat, 07.08.2010 17:29
Naja, das Einzige, was du brauchst, ist Stauraum. Bei den Gewürzen, von denen ich weiß, dass wir vor dem Verfallsdatum [...]
Sat, 07.08.2010 17:12
Ach, ich finde die Gewinnspanne bei Koriander vollkommen ausreichend. Wenn ich mich anstrenge, bekomme ich vielleicht [...]
Sat, 07.08.2010 15:31
Na dann macht man sich drei kleine Töpfchen fertig - für jedes Jahr der Haltbarkeit eins - und verschenkt den Rest [...]
Sat, 07.08.2010 14:24
Interessant. Aber Problem liegt daran, dass wir 1 kilo Gewürz für eine Familie sehr viele Menge. Grüsse...
Sat, 07.08.2010 13:07
Noch mehr verdienst Du mit besonderen Gewürzen wie Vanille oder Safran.
Sat, 07.08.2010 12:34
Hunger!!!!
Thu, 05.08.2010 08:36
(ist erlaubt.
Thu, 05.08.2010 08:35
Freut mich!
Thu, 05.08.2010 08:32
Hauptsache irgendwas kräftiges. Mit diesen Plastikkäsen kann ich nicht so.
Mon, 02.08.2010 22:33
Gerade eben über diesen Beitrag gestolpert: Den Burger nehm' ich! Jetzt! Liebe Grüße, Sus (noch klammheimlich den [...]